Der Test der Marke von 1,3393 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als sich der MACD-Indikator bereits deutlich unterhalb der Nulllinie befand, was das weitere Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte.
Das Britische Pfund, das bereits aufgrund der Unsicherheit infolge der Lage im Nahen Osten unter Druck stand, erhielt einen weiteren Dämpfer. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums um 0,1 % im vergangenen Monat ist zwar gering, dient den Tradern jedoch als Warnsignal. Besonders besorgniserregend ist die Stagnation der Industrieproduktion, die auf Schwäche im realen Sektor der Wirtschaft hinweist.
Der Devisenmarkt reagierte umgehend. Das Britische Pfund begann nachzugeben und spiegelte damit die wachsenden Bedenken hinsichtlich der Aussichten für die britische Wirtschaft wider. Dieser Rückgang ist zwar nicht dramatisch, erhöht jedoch den Druck auf die Währung und könnte weitere Verkäufe auslösen.
Mit Blick nach vorn richtet sich die Aufmerksamkeit auf mehrere wichtige Ereignisse in den USA. Im Besonderen werden der University of Michigan Consumer Sentiment Index sowie die Daten zu den Inflationserwartungen erwartet. Diese Indikatoren geben in der Regel Aufschluss über den Zustand der US-Wirtschaft aus Sicht der privaten Haushalte und können die Marktstimmung spürbar beeinflussen.
Vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen dürften sich die Marktteilnehmer jedoch in erster Linie auf die Entwicklungen rund um ein mögliches Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran konzentrieren. Jegliche Informationen zu Fortschritten in den Verhandlungen – seien es direkte Gespräche, Zwischenabkommen oder erneute Rückschläge – könnten zu deutlichen Bewegungen am Devisenmarkt führen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf Szenario #1 und Szenario #2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1:Heute plane ich, das Pfund bei einem Einstiegspunkt um 1,3426 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel in Richtung 1,3455 (dickere grüne Linie). Bei 1,3455 werde ich Long-Positionen schließen und in Betracht ziehen, in die Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen (mit der Erwartung einer Gegenbewegung von 30–35 Punkten). Eine weitere Aufwertung des Pfunds ist heute nur im Fall schwacher US-Daten möglich. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2:Ein Kauf des Pfunds wird ebenfalls in Betracht gezogen, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3400 kommt und sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtskorrektur auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,3426 und 1,3455 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1:Ich plane, das Pfund nach einem Durchbruch unter 1,3400 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was einen schnellen Rückgang des Währungspaares auslösen dürfte. Das Hauptziel der Verkäufer liegt bei 1,3355; dort werde ich Short-Positionen schließen und umgehend einen Einstieg in die Gegenrichtung durch Käufe in Erwägung ziehen (mit der Erwartung einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten). Der Verkaufsdruck könnte bei starken US-Daten zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2:Ein Verkauf des Pfunds wird ebenfalls in Betracht gezogen, wenn es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,3426 kommt und sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtskorrektur auslösen. Ein Rückgang in Richtung 1,3400 und 1,3355 ist in diesem Fall zu erwarten.
Erklärung der Grafik
Dünne grüne Linie – Einstiegsniveau für Kaufpositionen des HandelsinstrumentsBreite grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich istDünne rote Linie – Einstiegsniveau für Verkaufpositionen des HandelsinstrumentsBreite rote Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahmen, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus eher unwahrscheinlich istMACD-Indikator – Handelsentscheidungen sollten sich an überkauften und überverkauften Zonen orientierenWichtiger Hinweis
Einsteiger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen äußerst vorsichtig treffen. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursausschläge zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein geeignetes Money-Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind per Definition eine verlustreiche Intraday-Strategie.