Worauf sollte man am 15. Juni achten? Analyse grundlegender Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Nur sehr wenige makroökonomische Berichte sind für Montag geplant. An diesem Tag werden in der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, doch der Markt ignoriert weiterhin etwa 95 % der eingehenden makroökonomischen Informationen. Daher erwarten wir keine Marktreaktion auf die genannten Veröffentlichungen. Unserer Einschätzung nach wird der Markt weiterhin auf Entwicklungen im Nahen Osten warten, insbesondere auf eine Bestätigung von Trumps Aussagen über das Ende des Konflikts, den Abschluss eines Abkommens und die Öffnung der Straße von Hormus.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Am Montag gibt es unter den fundamentalen Ereignissen absolut nichts Hervorhebenswertes. Die Sitzung der Europäischen Zentralbank hat zwar stattgefunden, aber die Zinserhöhung hat am Markt keinen Eindruck hinterlassen. Der Euro wertete nicht auf, und der Markt ignorierte dieses Ereignis sowie die Rede von Christine Lagarde schlichtweg. Für diese Woche sind die Sitzungen der Federal Reserve und der Bank of England angesetzt, weshalb die Mitglieder der geldpolitischen Ausschüsse derzeit keine Kommentare zur Geldpolitik abgeben können. Es ist wahrscheinlich, dass beide Zentralbanken ihre Leitzinsen unverändert lassen.

Das geopolitische Umfeld verbessert sich allmählich, doch den Händlern liegen derzeit lediglich Trumps jüngste Äußerungen über ein Ende des Krieges, den Abschluss eines Abkommens und die Öffnung der Straße von Hormus vor. Wird sich diese Information bestätigen? Davon hängt ab, ob der US‑Dollar weiter abwertet. Zur Erinnerung: Der US‑Präsident verspricht seit zwei Monaten ein Abkommen mit dem Iran. In den meisten Fällen haben sich diese Ankündigungen nicht bestätigt. Daher reagierte der Markt gestern Abend zwar positiv, aber mit Vorsicht auf Trumps Aussagen.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am ersten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare aufgrund der ermutigenden geopolitischen Nachrichten vom Wochenende recht aktiv gehandelt werden. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1584–1,1594 heraus gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3456–1,3476 gehandelt werden kann. Die Geopolitik bleibt der zentrale Einflussfaktor am Devisenmarkt.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die es für seine Ausbildung benötigt (Abprall oder Ausbruch). Je weniger Zeit dafür benötigt wird, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Paar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. Technische Niveaus können dabei unberücksichtigt bleiben.Auf dem Stunden‑Chart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sind sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone zu betrachten.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop‑Loss auf Break‑even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Preisniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands dienen als Ziele beim Eröffnen von Long‑ oder Short‑Positionen oder als Ausgangspunkte für Signale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um abrupte Kehrtwenden gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Handel sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Money‑Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.