Handelsanalyse und Tipps für den Handel mit dem Euro
Der Test der Marke von 1,1590 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Die heutigen Konjunkturdaten aus Deutschland und Italien haben die Händler deutlich ermutigt und zu einer steigenden Nachfrage nach dem Euro geführt. Die größte Überraschung lieferten die ZEW-Indizes. In Deutschland stieg der Index, statt – wie erwartet – zu fallen. Auch die Erwartungen im Euroraum übertrafen die Prognosen der Ökonomen. Auch wenn dieser plötzliche Optimismusschub positiv zu werten ist, steht er im Gegensatz zur schwachen Entwicklung der Industriesektoren in beiden Ländern. Der Services PMI in Deutschland lag beispielsweise nur knapp über der Schwelle von 50 Punkten, während der Manufacturing PMI in Italien weiter zurückging und damit auf eine nachlassende Aktivität hindeutet. Diese Diskrepanz zwischen den Erwartungen für die Zukunft und der aktuellen Lage unterstreicht die Unsicherheit, die das europäische Wirtschaftsumfeld weiterhin prägt.
In der zweiten Tageshälfte werden wichtige US-Daten veröffentlicht, die die Stimmung der Händler maßgeblich beeinflussen könnten. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den Baugenehmigungen und den Baubeginnen in den USA. Diese Indikatoren zählen zu den wichtigsten Messgrößen für die Aktivität im Bausektor, der eng mit dem allgemeinen Zustand der Wirtschaft verknüpft ist. Ein Rückgang bei Genehmigungen und Baubeginnen kann auf eine Abschwächung des Wohnungsbaus hindeuten und birgt Risiken für verwandte Branchen. Positive Zahlen hingegen würden als Zeichen anhaltenden Wachstums und sich verbessernder konjunktureller Rahmenbedingungen gewertet und könnten den US-Dollar gegenüber dem Euro stärken.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann ein Kauf des Euro in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs das Niveau von 1,1621 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1663. Bei 1,1663 plane ich, Long-Positionen zu schließen und in Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen, mit dem Ziel einer Korrektur von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs aus. Weitere Kursgewinne des Euro sind nur zu erwarten, falls die US-Daten schwach ausfallen.
Wichtig! Vor einem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1597 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. In diesem Fall kann ein Anstieg in Richtung der Gegenmarken 1,1621 und 1,1663 erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1597 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1560, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar Long-Positionen in Gegenrichtung eröffnen möchte, mit dem Ziel eines Rebounds von 20–25 Punkten.
Der Druck auf das Währungspaar dürfte zurückkehren, wenn die US-Daten stark ausfallen.
Wichtig! Vor einem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1621 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. In diesem Fall kann ein Rückgang in Richtung der Gegenmarken 1,1597 und 1,1560 erwartet werden.
Hinweise zur Grafik:
Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;Dicke grüne Linie – das geschätzte Take-Profit-Niveau bzw. ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;Dicke rote Linie – das geschätzte Take-Profit-Niveau bzw. ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.Wichtig: Unerfahrene Forex-Händler sollten bei Entscheidungen über den Markteintritt äußerste Vorsicht walten lassen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten aus dem Markt, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktlage basieren, sind für einen Intraday-Händler langfristig eine verlustreiche Strategie.