Am Montag versucht Gold (XAU/USD), die runde Marke von 4.200 USD nach oben zu durchbrechen und beendet nach aktueller Dynamik eine dreitägige Verlustserie, nachdem am Vortag ein Tiefststand von über einer Woche markiert wurde. Der Druck auf die Ölpreise hat zugenommen, nachdem die Vermittler Qatar und Pakistan eine Einigung über einen formellen 60-Tage-Plan bekannt gegeben haben, der auf ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran abzielt. Dies trägt zu sinkenden Inflationserwartungen und geringeren Risiken weiterer geldpolitischer Straffung bei, was Gold etwas Unterstützung bietet.
Unterdessen übt das geopolitische Umfeld gemischte Effekte auf den US‑Dollar aus, was das Aufwärtspotenzial von Gold begrenzt. Iran hat die Vereinigten Staaten und Israel der Verletzung der Waffenruhe beschuldigt und die erneute Schließung der Straße von Hormus angekündigt, unter Verweis auf anhaltende israelische Angriffe auf libanesisches Territorium. Zudem erklärte US-Präsident Donald Trump seine Bereitschaft zu weiteren Militärschlägen gegen Iran, sollte Hezbollah ihre Angriffe fortsetzen. Derartige Aussagen verdeutlichen die Fragilität des diplomatischen Prozesses und halten die geopolitischen Risiken erhöht.
Zugleich ist in den letzten Wochen eine Intensivierung russischer Militäroperationen gegen große ukrainische Städte zu beobachten. Dies stützt den US‑Dollar, der einen Teil seiner Verluste von den Tiefständen am Freitag wieder aufholt, nachdem er zuvor die höchsten Stände seit Mai 2025 erreicht hatte, und begrenzt damit den Spielraum nach oben für Gold, was Käufer zur Vorsicht mahnt.
Aus technischer Sicht stärken erfolglose Versuche, sich oberhalb des Bereichs zu halten, in dem der 200‑Tage‑Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) verläuft, gefolgt von weiteren Rückgängen, die Position der Verkäufer bei Gold. Die Oszillatoren bleiben im negativen Bereich und bestätigen die Dominanz der Bären. Der nächste Widerstand wird durch den 9‑Tage‑SMA und EMA markiert. Gelingt ein Ausbruch darüber, könnte das Paar in Richtung der runden Marke von 4.300 USD und höher laufen; das Aufwärtspotenzial wird jedoch durch den 200‑Tage‑EMA begrenzt. Auf der Unterseite haben Händler in der Nähe der runden Marke von 4.100 USD Unterstützung gefunden.