Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 23. Juni? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Montagstrades:1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD verzeichnete am Montag ein solides Wachstum, anders als das Währungspaar EUR/USD. Wodurch wurde die Divergenz zwischen diesen beiden wichtigen Währungspaaren ausgelöst? Die Antwort liegt auf der Hand. Gestern wurde bekannt, dass der britische Premierminister Keir Starmer zurücktritt. Damit wird es in Großbritannien in den letzten zehn Jahren bereits sieben Premierminister gegeben haben. Es lässt sich leicht schlussfolgern, dass keiner von ihnen seine Amtszeit regulär beendet hat, was auf eine strukturelle, langfristige politische Krise hindeutet. Bemerkenswert ist, dass diese Krise unmittelbar nach dem Brexit-Referendum im Jahr 2016 begann. Der Markt reagierte positiv auf die Nachricht von einem weiteren Wechsel im Amt des Premierministers. Politische Analysten weisen darauf hin, dass die Regierung Starmer ihre Ziele verfehlt hat, das Vertrauen der Wähler verloren hat und insgesamt nicht in der Lage war, die Probleme zu lösen, die die Conservatives nach 14 Jahren an der Macht hinterlassen hatten. Dennoch begrüßt der Markt den Machtwechsel in Großbritannien. Der Abwärtstrend des britischen Pfunds bleibt bestehen, sodass die Währung vorerst nur auf eine Korrektur hoffen kann.

5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag zwei Handelssignale. In der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs mit minimaler Abweichung vom Bereich 1,3175–1,3180 ab, was Anfängern die Möglichkeit bot, eine einfache Long-Position zu eröffnen. In der US-Sitzung erreichte der Kurs den Bereich 1,3259–1,3267, wodurch Trader Gewinne aus Long-Positionen mitnehmen und sogar Short-Positionen eröffnen konnten. Gegen Ende des Tages kam es jedoch zu keinen nennenswerten Bewegungen mehr am Markt.

Wie man am Dienstag handelt:

Im Stundenchart hat das Währungspaar GBP/USD den Seitwärtskanal verlassen, aber wir bezweifeln, dass die Abwärtsbewegung lange anhalten wird. Natürlich ist dieses Szenario möglich, falls ernsthafte Gründe für eine erneute Stärke des US-Dollars auftauchen. Derzeit sehen wir solche Gründe jedoch nicht. Der Konflikt im Nahen Osten ist, wenn auch nicht vollständig gelöst, vorerst eingefroren; die Federal Reserve hat lediglich ein mögliches Zinserhöhungsszenario bis zum Jahresende signalisiert, und die politische Krise im Vereinigten Königreich ist zur Routine geworden.

Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,3175–1,3180 eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,3259–1,3267 nach unten abprallt. Ein Kursanstieg und eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3259–1,3267 eröffnen die Möglichkeit für Long-Positionen mit Ziel 1,3319–1,3331.

Im 5-Minuten-Chart sollten für den Handel die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695 und 1,3741–1,3751. Am Dienstag stehen die Veröffentlichungen der Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungs- und den Fertigungssektor für Juni im Vereinigten Königreich und in den USA auf dem Kalender. Die britischen Daten könnten eine leichte Marktreaktion auslösen.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung benötigt wird (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit dies erfordert, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level auf Basis von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder überhaupt keine Signale liefern. Technische Level können in dieser Phase an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf den Einstiegskurs (Breakeven) nachgezogen werden.Erläuterungen zu den Charts:

Kursmarken (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, welche den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung widerspiegeln.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während solcher Veröffentlichungen sollte mit maximaler Vorsicht gehandelt oder die Positionen sollten geschlossen werden, um sich vor scharfen Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu schützen.

Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement (Money Management) sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.