Was ist am 25. Juni zu beachten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Am Donnerstag stehen einige makroökonomische Berichte auf dem Kalender, von denen einige durchaus interessant sein dürften. Besonders hervorzuheben sind der BIP-Bericht für das erste Quartal (dritte Schätzung) sowie die Auftragseingänge für langlebige Güter in den USA. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Markt seit mehreren Monaten die meisten makroökonomischen Daten weitgehend ignoriert und sich in der vergangenen Woche auf eine wenig logische Weise entwickelt hat, die sich von den Fundamentaldaten und der Geopolitik abgekoppelt hat. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass die heutigen Veröffentlichungen die Stimmung am Markt beeinflussen werden.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Donnerstag sind die Auftritte der Vertreter der Europäischen Zentralbank, Piero Cipollone und Philip Lane, sowie der Federal-Reserve-Mitglieder Austan Goolsbee und John Williams zu nennen. Allerdings ist zu bedenken, dass die EZB vor zwei Wochen zum ersten Mal seit drei Jahren die Zinsen angehoben hat, während die Bank of England und die Fed sich in der vergangenen Woche getroffen haben, ohne wichtige Entscheidungen zu treffen. Angesichts des kurzen Zeitraums, der seitdem vergangen ist, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich der Ton der Zentralbankvertreter bereits so stark verändert hat, dass wir in ihren Reden etwas grundsätzlich Neues hören werden.

Der geopolitische Hintergrund bleibt konstant „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet, doch es bleiben zu viele wichtige Fragen ungelöst. Insbesondere die „Atomfrage“, die im aktuellen Vertragstext nicht einmal erwähnt wird. Genau dieses Problem hat den Krieg ausgelöst und könnte jederzeit zu seiner Wiederaufnahme führen. Die Verhandlungen über das Atomabkommen begannen am Wochenende, und erste Fortschritte wurden erzielt. Die USA haben Sanktionen gegen Iran aufgehoben, den Zugang zu seinen Vermögenswerten freigegeben und einem Plan für den Wiederaufbau Irans zugestimmt. Iran hat die Straße von Hormus geöffnet, und die Ölpreise sind auf die Niveaus von Januar–Februar zurückgegangen.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am vierten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare nach deutlichen Rückgängen mit einer Korrektur beginnen, doch selbst wenn der Rückgang anhält, wäre das nicht überraschend. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1354–1,1363 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3175–1,3180 gehandelt werden kann. In den letzten Tagen wurde der US‑Dollar zu Unrecht gekauft, was sich als Falle der Market Maker für Bären erweisen könnte.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird danach beurteilt, wie lange es zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) braucht. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis falscher Signale eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Niveaus können dabei unberücksichtigt bleiben.Auf dem Stundenchart sollten Handelssignale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Signale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und auf die bevorzugte Handelsrichtung hindeuten.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorherigen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Devisenhandel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.