Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 1. Juli? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Handelsanalyse für Dienstag:1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte am Dienstag seine schwache Aufwärtskorrektur fort, die ausschließlich durch technische Faktoren gestützt wurde. Das britische Pfund befindet sich seit etwa zwei Monaten im Rückwärtsgang; dennoch kann man nicht sagen, dass der übergeordnete Aufwärtstrend beendet ist. In den höheren Zeitrahmen ist klar zu erkennen, dass sich das Paar im vergangenen Jahr eher seitwärts als deutlich auf- oder abwärts bewegt hat und in der langfristigen Perspektive seit vier Jahren steigt. Daher bleiben die langfristigen Aussichten unserer Ansicht nach weiterhin bullisch. Das britische Pfund würde 2026 kaum Wachstum verzeichnen, wenn es nicht den Krieg im Nahen Osten gäbe. Es ist unmöglich vorherzusagen, wie viele weitere „schwarze Schwäne“ während der Präsidentschaft von Donald Trump auftreten werden. Daher ist der US-Dollar zwar derzeit stark, doch ist unvorhersehbar, was in einem Monat sein wird. Das makroökonomische Umfeld wird weiterhin weitgehend ignoriert; der Markt preist Berichte und Ereignisse nur selektiv ein.

5M-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Dienstag zwei Verkaufssignale. Während der asiatischen Handelssession prallte der Kurs von der Spanne 1,3259–1,3267 ab, was einen Rückgang um 35 Pips auslöste. In der amerikanischen Session prallte der Kurs zum zweiten Mal von derselben Spanne 1,3259–1,3267 ab, was einen weiteren leichten Rückgang nach sich zog. Die Volatilität ist derzeit gering, und es bleibt fraglich, ob die in dieser Woche anstehenden makroökonomischen Daten sie erhöhen werden.

Wie man am Mittwoch handelt:

Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Abwärtstrend fort. Der Konflikt im Nahen Osten ist, sofern er nicht vollständig gelöst ist, zumindest auf Eis gelegt; die Federal Reserve hat lediglich einen möglichen Zinsschritt bis zum Jahresende in Aussicht gestellt, der kommen kann, aber nicht muss, und der Markt hat auf den Rücktritt von Keir Starmer nicht sonderlich negativ reagiert. Daher sehen wir in den letzten Wochen weder ausreichende Gründe für eine Dollarstärke noch für deren Fortsetzung.

Am Mittwoch können Einsteiger in Erwägung ziehen, nach einem erneuten Abprall aus dem Bereich 1,3259–1,3267 in Short-Positionen zu bleiben bzw. sie einzugehen, mit Kursziel 1,3175–1,3180. Eine Kursstabilisierung (Konsolidierung) oberhalb der Spanne 1,3259–1,3267 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit Ziel 1,3319–1,3331.

Im 5-Minuten-Chart lassen sich derzeit folgende Niveaus handeln: 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Mittwoch ist eine Rede des Gouverneurs der Bank of England, Andrew Bailey, angesetzt; in den USA werden die ADP- und ISM-Berichte veröffentlicht, außerdem hält Fed Chair Kevin Warsh eine Rede.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die benötigte Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau auf Basis falscher Signale zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten weitere Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale ausbilden. Technische Niveaus dürfen dann außer Acht gelassen werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem der Kurs sich 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Erklärungen zu den Charts:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Konjunkturberichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit maximaler Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorherrschenden Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.