Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 2. Juli? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Handelsanalyse für Mittwoch:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Währungspaares

Am Mittwoch gelang es dem Währungspaar EUR/USD erneut nicht, nennenswerte Bewegungen oder einen Anstieg zu zeigen. Zur Erinnerung: Wir halten den jüngsten Rückgang des Paares weder für logisch noch für gerechtfertigt. Der Markt ignoriert Faktoren, die für den Euro sprechen, und reagiert mit doppelter Intensität auf Faktoren, die den Dollar begünstigen. So setzt der Euro den seit zwei Monaten andauernden Abwärtstrend ausschließlich deshalb fort, weil die aktuelle Bewegung nichts mit Logik zu tun hat. Leider kommt es am Markt immer wieder zu solchen Situationen. Wäre alles stets logisch und nachvollziehbar, wäre das Trading deutlich einfacher. So wurde beispielsweise gestern in den USA ein wichtiger ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Sein Wert lag unter den Prognosen und Erwartungen, was eigentlich eine vernünftige Abschwächung des Dollars hätte auslösen sollen. Aber wozu, wenn der US‑Dollar bis zum Tagesende dennoch stieg? Im Pfund-Paar fiel der Dollar, während er gegenüber dem Euro zulegte. Der Inflationsbericht der Eurozone, der auf 2,8 % zurückging, könnte Druck auf den Euro ausgeübt haben, doch gleichzeitig werden die Faktoren der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve vom Markt nicht eindeutig aufgenommen.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Der Abwärtstrend setzt sich im Stundenchart fort. Mit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Iran und den USA hat der Markt einen weiteren Grund verloren, die amerikanische Währung zu kaufen. Dennoch ignoriert der Markt diese Tatsache vollständig und schenkt generell fast allen Faktoren, die für den Euro sprechen, keine Beachtung. Somit fehlt der aktuellen Aufwertung des US-Dollars eine klare und nachvollziehbare Begründung.

Am Donnerstag können Einsteiger Short-Positionen mit Ziel bei 1,1292 eröffnen, sofern sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1354–1,1363 festsetzt. Long-Positionen können mit Ziel 1,1420–1,1432 eröffnet werden, wenn der Kurs zum zweiten Mal von der Zone 1,1354–1,1363 nach oben abprallt.

Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken beachtet werden: 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1420–1,1432, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Donnerstag wird die Arbeitslosenquote in der Eurozone veröffentlicht, während in den USA deutlich wichtigere Berichte wie die Non-Farm Payrolls und die Arbeitslosenquote erscheinen. Daher fallen die interessantesten Ereignisse in die zweite Tageshälfte.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es für seine Ausbildung benötigt (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine generieren. Technische Marken können in diesem Umfeld ignoriert werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Marken zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Erklärungen zu den Charts:

Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Öffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Signalquellen.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Wirtschaftsdaten (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder die Positionen sollten geschlossen werden, um plötzliche Bewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein wird. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.