USD/JPY: Trading-Tipps für Anfänger – 2. Juli (US-Session)

Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für den japanischen Yen

Der Test des Kursniveaus von 162,18 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen und damit einen gültigen Einstiegspunkt für den Verkauf des US-Dollars bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar in Richtung 161,60.

Die offensichtliche Währungsintervention der Bank of Japan führte zu einem Rückgang des US-Dollars und einem starken Anstieg des japanischen Yen. Das plötzliche und entschlossene Eingreifen der Zentralbank, das auf die Stützung der sich abschwächenden Landeswährung abzielte, löste eine deutliche Kursbewegung aus. Nach einem lang anhaltenden Abwärtstrend, in dem der US-Dollar gegenüber dem Yen kontinuierlich an Stärke gewonnen hatte, beobachten wir nun eine klare Stimmungswende. Die Maßnahmen des Regulators, untermauert durch Aussagen über die Bereitschaft zu weiteren Schritten bei Bedarf, zeigten rasch Wirkung. Die langfristigen Erwartungen, die auf Zinsdifferenzen und Kapitalströmen beruhen, bleiben allerdings unverändert.

In der zweiten Tageshälfte könnte sich die Lage deutlich verändern. Die erste wichtige Veröffentlichung ist der U.S. Nonfarm Payrolls-Bericht für Juni. Dieser Indikator gilt als eines der wichtigsten Barometer für den Zustand der US-Wirtschaft und umfasst nahezu alle Sektoren mit Ausnahme der Landwirtschaft. Gleichzeitig wird auch die US-Arbeitslosenquote veröffentlicht, die von ähnlich großer Bedeutung ist. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit wird im Allgemeinen als positives Signal gewertet und kann zu einer erneuten Nachfrage nach dem US-Dollar gegenüber dem Yen führen.

Die letzte, aber nicht weniger wichtige Komponente der anstehenden Daten ist die Veränderung der durchschnittlichen Stundenlöhne. Dieser Indikator gibt Aufschluss über Inflationstendenzen und die Kaufkraft der Haushalte. Ein schnelleres Lohnwachstum kann die Sorgen über Inflation verstärken und die Federal Reserve zu einer restriktiveren Geldpolitik veranlassen. Umgekehrt kann ein langsameres Lohnwachstum oder eine Stagnation auf eine schwächere Konsumnachfrage und mögliche Schwierigkeiten für Unternehmen hinweisen – ein Szenario, das die USA zu vermeiden suchen.

Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY zu kaufen, wenn der Einstiegspunkt bei 161,61 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Kursziel bei 162,18 (dicke grüne Linie im Chart). Bei 162,18 werde ich die Long-Positionen schließen und eine Eröffnung von Short-Positionen in Gegenrichtung in Betracht ziehen, mit dem Ziel einer Gegenbewegung von 30–35 Punkten. Das Aufwärtspotenzial für heute ist vorhanden, bleibt aber begrenzt. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD oberhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY zu kaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 161,30 gibt und sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine bullische Umkehr auslösen. In diesem Fall liegen die erwarteten Kursziele auf der Oberseite bei 161,61 und 162,18.

Verkaufssignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, USD/JPY zu verkaufen, nachdem die Marke von 161,30 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was einen starken Rückgang auslösen dürfte. Das Hauptziel der Verkäufer liegt bei 160,50; dort werde ich Short-Positionen schließen und die Eröffnung von Long-Positionen in Gegenrichtung in Betracht ziehen, mit dem Ziel einer Erholung um 20–25 Punkte. Der Verkaufsdruck könnte heute im Falle einer Intervention der Zentralbank zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unterhalb der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, USD/JPY zu verkaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 161,61 gibt und sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine bärische Umkehr auslösen. In diesem Fall liegen die erwarteten Kursziele auf der Unterseite bei 161,30 und 160,50.

Chart Guide

Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für KaufpositionenDicke grüne Linie – Empfohlenes Take-Profit-Level bzw. -Bereich zur Gewinnsicherung, da weitere Kursgewinne oberhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich sindDünne rote Linie – Einstiegskurs für VerkaufspositionenDicke rote Linie – Empfohlenes Take-Profit-Level bzw. -Bereich zur Gewinnsicherung, da weitere Kursrückgänge unterhalb dieses Niveaus unwahrscheinlich sindMACD-Indikator – Nutzen Sie überkaufte und überverkaufte Zonen als Orientierung für den Einstieg in Trades

Wichtig: Unerfahrene Forex-Trader sollten beim Markteinstieg äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es in der Regel am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie dennoch während Nachrichtenereignissen handeln, setzen Sie immer Stop-Loss-Orders ein, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Risikomanagement anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.

Beachten Sie, dass erfolgreiches Trading einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader in der Regel eine verlustreiche Strategie.