Im 4-Stunden-Chart von XAU/USD war der Ausbruch am Freitag über den 100‑Perioden Simple Moving Average (SMA) ein wichtiges bullisches Signal. Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index (RSI) bei rund 63 und ein positives MACD‑Signal bestätigen, dass der Aufwärtsmomentum trotz der aktuellen Konsolidierungsphase intakt bleibt.
Fällt der Kurs unter den 100‑Perioden‑SMA bei etwa 4.144 US‑Dollar, könnte die erste Unterstützung im Bereich der 14‑Perioden‑EMA bei ungefähr 4.132 US‑Dollar liegen, gefolgt von 4.122 US‑Dollar und anschließend der psychologisch wichtigen Marke von 4.100 US‑Dollar. Ein Durchbruch unter dieses Niveau könnte den Weg für tiefere Ziele eröffnen, einschließlich des Juli‑Tiefs bei 3.940 US‑Dollar.
Unmittelbarer Widerstand liegt an der psychologischen Marke von 4.200 US‑Dollar, gefolgt von 4.216 US‑Dollar. Entscheidender Widerstand zeigt sich bei 4.265 US‑Dollar, wo sich die 200‑Perioden‑EMA befindet, sowie bei 4.295 US‑Dollar, wo der 200‑Perioden‑SMA verläuft. Eine höhere bullische Erweiterungszone ist im Bereich von 4.500 und 4.630 US‑Dollar definiert, wo der 100‑Tage‑SMA liegt. Darüber hinaus könnten die Bullen das April‑Hoch nahe der psychologischen Marke von 4.900 US‑Dollar erneut testen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Oszillatoren im Tageschart bislang noch nicht in den positiven Bereich vorgedrungen sind, was darauf hindeutet, dass die Bären weiterhin einen Vorteil haben. Daher sollten Bullen die Veröffentlichung der US‑Konjunkturdaten abwarten, darunter den ISM Services PMI. Zudem könnten Reden einflussreicher FOMC‑Mitglieder während der nordamerikanischen Sitzung die Nachfrage nach dem US‑Dollar stützen und dem Edelmetall damit möglicherweise neuen Auftrieb geben.