Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 7. Juli? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Handelsanalyse für Montag:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Montag keinerlei Bewegung, die tägliche Volatilität lag bei weniger als 40 Pips. Das bedeutet, dass das Paar den gesamten Tag über praktisch stagnierte. Makroökonomische Daten hatten keinen Einfluss auf die Marktstimmung, obwohl der Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone schwächer als erwartet ausfiel, während der wichtige ISM Services PMI in den USA den Prognosen entsprach. Dennoch ignorierte der Markt diese Veröffentlichungen, so wie viele andere in den vergangenen Monaten. Die europäische Gemeinschaftswährung erholt sich zwar allmählich, doch diese Erholung fällt zu schwach aus. Das britische Pfund steigt deutlich schneller, was unseres Erachtens vollkommen gerechtfertigt ist. Der Euro befindet sich im Kern weiterhin in einem seit zwei Monaten andauernden Abwärtstrend. Obwohl die künftige Straffung der Geldpolitik der Federal Reserve bereits eingepreist ist und der geopolitische Konflikt im Nahen Osten in eine Phase der Beruhigung übergegangen ist, verzeichnet der Dollar weiterhin eine schwer nachvollziehbar hohe Nachfrage.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag wie durch ein Wunder zwei Handelssignale, die jedoch beide sehr schwach waren. Zunächst durchbrach das Paar den Bereich von 1,1420–1,1432 langsam von oben nach unten und anschließend von unten nach oben. Damit erwies sich das erste Signal als falsch, während das zweite den Tradern noch einige Dutzend Punkte Gewinn bringen könnte.

Wie man am Dienstag handelt:

Im Stundenchart besteht weiterhin ein seit zwei Monaten andauernder Abwärtstrend. Da das Abkommen zwischen Iran und den USA unterzeichnet wurde, hat der Markt einen Grund weniger, den US‑Dollar zu kaufen. Allerdings schenkt der Markt dieser Tatsache keinerlei Beachtung und ignoriert im Allgemeinen fast alle Faktoren, die für den Euro sprechen. Daher fehlt der aktuellen Dollar-Stärke eine klare und nachvollziehbare Begründung. Die Korrektur kann jederzeit enden.

Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1354–1,1363 in Betracht ziehen, falls sich der Preis unterhalb des Bereichs 1,1420–1,1432 festsetzt. Kaufpositionen können mit Ziel 1,1527–1,1531 gehalten werden, da der Preis den Bereich 1,1420–1,1432 gestern überwunden hat.

Im 5‑Minuten-Chart sind unter anderem die folgenden Marken relevant: 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1420–1,1432, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 und 1,1830–1,1837. Am Dienstag veröffentlicht Deutschland die Daten zur Industrieproduktion, während in den USA der wöchentliche ADP‑Arbeitsmarktbericht erscheint. Beide Veröffentlichungen sind von zweitrangiger Bedeutung, daher erwarten wir keine nennenswerte Marktreaktion auf diese Daten.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die es zur Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sind alle weiteren Signale von diesem Niveau zu ignorieren.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.Im Stundenchart sollten Signale des MACD‑Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Liegen zwei Niveaus zu dicht beieinander (5 bis 20 Pips), sind sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone zu betrachten.Nachdem sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Erklärung zu den Charts:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen bzw. als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.