Handelsempfehlungen und Analyse für GBP/USD am 8. Juli. Das Pfund setzt seinen Aufwärtstrend fort

GBP/USD Analyse 5M

Das Währungspaar GBP/USD handelte am Dienstag mit geringer Volatilität und einem leichten Abwärtstendenz. Es lässt sich nicht sagen, dass bestimmte Ereignisse den Rückgang des Paares ausgelöst hätten; vielmehr handelte es sich schlicht um eine normale technische Korrektur. Aus Großbritannien gab es keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen, und in den USA wurde lediglich der wöchentliche ADP-Bericht veröffentlicht. Zur Erinnerung: Der am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht ermöglichte es dem Markt, sich ein aktuelles Bild vom US-Arbeitsmarkt zu machen. Auf die ADP-Berichte, selbst in ihren wöchentlichen Varianten, reagiert der Markt nur selten, da er die Nonfarms abwartet. Infolgedessen verzeichnete das britische Pfund einen leichten Rückgang, befindet sich insgesamt jedoch weiterhin in einem Aufwärtstrend. Diese Bewegung ist vollkommen logisch und nachvollziehbar, da der Dollar in diesem Jahr bereits alle seine positiven Faktoren ausgeschöpft hat.

Über Nacht wurde außerdem berichtet, dass die USA erneut einen Schlag gegen den Iran geführt haben, was wohl kaum jemanden überraschen dürfte. Teheran und Washington werden voraussichtlich heute eine weitere Verletzung der Bedingungen des Abkommens verkünden, bleiben aber weiterhin im Verhandlungsprozess, der am 11. Juni wieder aufgenommen werden soll.

Aus technischer Sicht bleibt das britische Pfund in einem Aufwärtstrend, was klar durch die Trendlinie angezeigt wird. Der Bereich 1,3369–1,3377 wurde durchbrochen, wodurch die britische Währung ihren Erfolg weiter ausbauen konnte. In dieser Woche wird es nur sehr wenige wichtige Ereignisse geben, sodass sich Trader auf die technische Analyse konzentrieren können. Wir gehen davon aus, dass sich die Aufwärtsbewegung zumindest innerhalb der Seitwärtszone im Tageschart fortsetzen sollte.

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag zwei Handelssignale gebildet. Während der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs vom Bereich 1,3369–1,3377 nach oben ab, doch das Signal erwies sich als falsch, da der Kurs nicht einmal um 20 Pips stieg. Während der amerikanischen Handelssitzung konsolidierte das Paar unterhalb des Bereichs 1,3369–1,3377, was es Tradern ermöglichte, Short-Positionen mit Ziel 1,3301–1,3309 zu eröffnen.

COT-Bericht

Die COT-Berichte zum britischen Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial Traders in den letzten Jahren stark verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader darstellen, kreuzen sich häufig und verlaufen im Allgemeinen nahe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien jedoch voneinander: Non-Commercial-Trader dominieren zwar weiterhin, halten nun aber überwiegend Short-Positionen. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es nicht überraschend, dass die Nachfrage nach risikoreicheren Währungen im Jahr 2026 schwach war. Der Krieg ist jedoch vorbei, und es gibt keine starken Gründe mehr, den Dollar zu kaufen, während das britische Pfund langfristig trotz der geringen Nachfrage seitens der professionellen Marktteilnehmer nicht deutlich nachgegeben hat.

Langfristig wird der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter an Wert verlieren, was im Wochenchart klar erkennbar ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange anhalten, und Trumps Politik zielt direkt wie indirekt darauf ab, die amerikanische Währung zu schwächen. Der langfristige Aufwärtstrend bleibt bestehen, was durch die Trendlinie bestätigt wird. In der vergangenen Woche berührte der Kurs diese Linie und prallte davon ab. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 30. Juni) schloss die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 3.600 BUY-Kontrakte und eröffnete 7.200 SELL-Kontrakte. Damit verringerte sich die Netto-Position der Non-Commercial-Trader im Wochenverlauf um 3.600 Kontrakte.

GBP/USD Analyse 1H

Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort. Langfristig gibt es für das britische Pfund weiterhin nur wenige Gründe für einen Rückgang, während der US‑Dollar nur wenige Gründe für eine Aufwertung hat. In letzter Zeit hat der Markt fundamentale, geopolitische und makroökonomische Ereignisse weitgehend ignoriert, und im Tageschart befindet sich das Paar am unteren Ende der Seitwärtsrange. Daher rechnen wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung.

Für den 8. Juli heben wir die folgenden wichtigen Marken hervor: 1,3042–1,3050, 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3301–1,3309, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588 und 1,3671–1,3681. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3260) und die Kijun-sen-Linie (1,3332) können ebenfalls als Signalquellen fungieren. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, wenn sich der Kurs mindestens 20 Pips in die richtige Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Verlauf des Tages verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.

Am Mittwoch sind in Großbritannien keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant, während in den USA das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung veröffentlicht wird. Wir betrachten dieses Ereignis als eher formell und zweitrangig, da die Protokolle drei Wochen nach der Sitzung erscheinen. Daher dürften die darin enthaltenen Informationen weitgehend an Aktualität verloren haben.

Handelsempfehlungen:

Heute können Händler Short-Positionen mit Ziel im Bereich 1,3301–1,3309 halten, da sich das Paar gestern unterhalb der Zone 1,3369–1,3377 stabilisiert hat. Long-Positionen können bei einem Abprall von der wichtigen Zone 1,3301–1,3309 eröffnet werden, mit Ziel 1,3369–1,3377.

Erläuterungen zu den Abbildungen:Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Resistance/Support): Diese werden als dicke rote Linien dargestellt und markieren Bereiche, in denen die Bewegung stoppen kann. Sie sind keine direkten Quellen für Handelssignale.Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien: Dies sind Ichimoku-Indikatorlinien, die aus dem 4‑Stunden‑Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Sie gelten als starke Linien.Extremniveaus: Als dünne rote Linien markiert, zeigen sie Punkte, an denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.Gelbe Linien: Stellen Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen dar.Indikator 1 in den COT-Charts: Zeigt die Nettoposition der einzelnen Händlerkategorien.