Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 8. Juli? Einfache Tipps und Trade-Analyse für Anfänger

Handelsanalyse für Dienstag:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD verzeichnete am Dienstag im Handelsverlauf einen leichten Rückgang, der jedoch ausreichte, um die aufsteigende Trendlinie zu durchbrechen. Folglich könnte sich der jüngste Aufwärtstrend als korrektive Bewegung erweisen, während der zweimonatige Abwärtstrend weiterhin maßgeblich bleibt. Am gestrigen Tag gab es praktisch keine wichtigen Ereignisse – weder weltweit noch in der Eurozone oder den USA. Zwar wurden in Deutschland Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, die sogar besser als erwartet ausfielen. Dennoch ist es derzeit eher unwahrscheinlich, dass die Industrieproduktion den Markt nennenswert bewegt. In den USA wurde der wöchentliche ADP-Bericht veröffentlicht, der von Tradern üblicherweise selbst in seiner monatlichen Variante weitgehend ignoriert wird. Entsprechend gab es gestern nichts wirklich Relevantes, worauf der Markt hätte reagieren können, sodass es letztlich zu einer typischen technischen Bewegung kam, die ausreichte, um die Trendlinie zu durchbrechen. Der Markt bleibt weiterhin fast ausschließlich auf den US-Dollar fokussiert – ungeachtet des geopolitischen, fundamentalen und makroökonomischen Umfelds.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart entstand am Dienstag nur ein einziges Handelssignal, während sich der Kurs den Großteil des Tages seitwärts bewegte. Die Tagesvolatilität lag insgesamt bei weniger als 40 Pips. In der amerikanischen Handelssession konsolidierte der Kurs unterhalb der Spanne 1,1420–1,1432, wodurch Einsteiger Short-Positionen eröffnen konnten. Diese Positionen sollten auf den heutigen Tag übertragen werden, da es schlichtweg keine anderen Optionen gibt.

Wie man am Mittwoch handelt:

Im Stundenchart bleibt der seit zwei Monaten andauernde Abwärtstrend intakt. Mit der nun unterzeichneten Vereinbarung zwischen Iran und den USA hat der Markt einen Grund weniger, die amerikanische Währung zu kaufen. Allerdings schenkt der Markt dieser Tatsache kaum Beachtung und ignoriert im Allgemeinen die meisten Faktoren zugunsten des Euro. Daher fehlt der jüngsten Dollar-Stärkung eine klare und nachvollziehbare Begründung. Die Korrektur könnte jederzeit beendet sein.

Am Mittwoch können Einsteiger erwägen, Short-Positionen mit Ziel 1,1354–1,1363 zu eröffnen, falls der Kurs von der Zone 1,1420–1,1432 nach unten abprallt. Long-Positionen können mit Ziel 1,1527–1,1531 gehalten werden, falls das Währungspaar die Zone 1,1420–1,1432 nach oben durchbricht.

Im 5-Minuten-Chart kann an den Marken 1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1420–1,1432, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754 und 1,1830–1,1837 gehandelt werden. Am Mittwoch stehen im Euroraum keine wichtigen Veröffentlichungen an, während in den USA das Protokoll der letzten Sitzung der Federal Reserve veröffentlicht wird, das wir als zweitrangiges, formales Ereignis einstufen. Der Markt könnte lediglich mit Dollar-Käufen reagieren, falls er darin das sieht, was er sehen möchte.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung nötig ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wurde, desto stärker ist das Signal.Wurden an einem bestimmten Level zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet, sind alle weiteren Signale von diesem Level zu ignorieren.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine erzeugen. Technische Marken können dann ignoriert werden.Im Stundenchart sollten Signale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Marken sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares wesentlich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit maximaler Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.