Das Währungspaar GBP/USD fiel am Dienstag, blieb jedoch innerhalb eines lokalen Aufwärtstrends. Dieser Trend könnte eine Korrektur gegenüber dem zweimonatigen Abwärtstrend darstellen, aber das britische Pfund hat sich in den letzten Wochen deutlich stärker aufgewertet als der Euro. Leider ist dieser Umstand von geringer Bedeutung, denn sollte der Euro wieder zu fallen beginnen, dürfte das Pfund mit nach unten gezogen werden. In Großbritannien stehen in dieser Woche weder makroökonomische Berichte noch grundlegende Ereignisse auf dem Kalender. Die wichtigsten Veröffentlichungen sind entweder bereits erschienen oder werden in Kürze vorliegen. Momentan gibt es jedoch keine offenen Fragen zur britischen Wirtschaft oder zur Geldpolitik der Bank of England. Die BoE hat klar signalisiert, dass sie den Leitzins auf dem aktuellen Niveau halten will und gleichzeitig mit einem Rückgang der Inflation rechnet. Das Problem für die britische Währung liegt daher darin, dass der Markt sich weigert, alle Fakten und Einflussfaktoren logisch zu analysieren. Geopolitische Faktoren und die Geldpolitik der Federal Reserve könnten das Pfund wieder unter Druck setzen, selbst wenn die Marktstimmung die Faktoren ignoriert, die eigentlich für die britische Währung sprechen.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart wurde nur ein einziges Verkaufssignal gegen 10 Uhr generiert. Die Bewegungen im Verlauf des Tages waren derart schwach. Letztendlich konsolidierte das Währungspaar unterhalb der Zone 1,3380–1,3386, was es unerfahrenen Tradern ermöglichte, Short-Positionen zu eröffnen. Am Mittwochmorgen liegen diese Trades mit etwa 20 Pips im Plus. Derzeit sind jedoch keine nennenswerten Gewinne zu erwarten.
So wird am Mittwoch gehandelt:Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seine Aufwärtsbewegung fort, die derzeit noch korrektiver Natur ist, sich jedoch zu einem vollwertigen Trend entwickeln könnte, falls der Markt beginnt, alle Faktoren zu berücksichtigen. Der Konflikt im Nahen Osten ist entweder noch nicht vollständig gelöst oder lediglich auf Eis gelegt, und die Fed hat bislang nur einen möglichen Zinsschritt bis Jahresende in Aussicht gestellt, der möglicherweise gar nicht kommt. Unserer Einschätzung nach fehlen dem Dollar aktuell die Grundlagen für weiteres Wachstum – weder fundamental noch geopolitisch. Der Markt folgt jedoch seiner eigenen Logik.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, falls der Kurs sich unterhalb der Zone 1,3319–1,3331 stabilisiert, mit einem Zielbereich bei 1,3259–1,3267. Ein Abpraller aus dem Bereich 1,3319–1,3331 eröffnet hingegen die Möglichkeit für Long-Positionen mit Ziel 1,3380–1,3386.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den folgenden Marken gehandelt werden: 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Am Mittwoch sind in Großbritannien keine wichtigen Ereignisse terminiert, während in den USA das Protokoll der Fed-Sitzung vom Juni veröffentlicht wird, das wir als Ereignis von zweitrangiger Bedeutung einstufen.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung benötigt wird (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten weitere Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen oder gar keine. Technische Levels können dann an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sind sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone zu betrachten.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.Erklärung zu den Charts:Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um abrupte Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten stets daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading sind eine klar definierte Strategie und konsequentes Risikomanagement.