Gold (XAU/USD) versucht am zweiten Tag in Folge, über den 20-Tage-Simple Moving Average (SMA) auszubrechen.
Der US‑Dollar verharrt in einer abwartenden Haltung, da es keine bedeutenden Änderungen in der geldpolitischen Ausrichtung des FOMC gibt, was dem Edelmetall etwas Unterstützung bietet. Der wieder aufgeflammte Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat jedoch die Inflationssorgen verstärkt und die Erwartungen einer Zinsanhebung der Federal Reserve im Jahr 2026 neu entfacht. Dies könnte eine weitere Schwäche des Dollars begrenzen und die Aufwärtsbewegung des nicht verzinsten Edelmetalls bremsen.
Darüber hinaus preisen Händler weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 70 % für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September ein. Zusammen mit der weiteren Eskalation des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat dies die Bären davon abgehalten, aggressiv gegen den US‑Dollar zu positionieren.
In den jüngsten Entwicklungen starteten US‑Streitkräfte eine neue Welle von Angriffen gegen Iran als Reaktion auf Teherans Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Iran setzte seinerseits seine Angriffe auf US‑Militäreinrichtungen und -Vermögenswerte in Bahrain und Kuwait fort. US‑Präsident Donald Trump erklärte außerdem, dass die Waffenruhe mit Iran beendet sei.
Diese fundamentalen Faktoren stützen weiterhin den US‑Dollar und deuten darauf hin, dass jeder Versuch, den Goldpreis nach oben zu treiben, voraussichtlich auf Verkaufsdruck stoßen wird.
Für bessere Handelschancen heute sollten Anleger ihren Fokus auf die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf US‑Arbeitslosenhilfe richten. Zusammen mit Reden einflussreicher FOMC‑Mitglieder könnten die Daten die Nachfrage nach dem US‑Dollar weiter stärken. Gleichzeitig sollten Marktteilnehmer die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin genau verfolgen, da die anhaltenden geopolitischen Spannungen eine zentrale Quelle der Volatilität an den globalen Finanzmärkten bleiben und zusätzliche Handelsmöglichkeiten für Gold schaffen können.
Aus technischer Sicht befindet sich XAU/USD weiterhin in einem kurzfristigen Abwärtstrend und notiert unter dem 200‑Tage‑Simple Moving Average (SMA). Die Momentum‑Oszillatoren verharren im negativen Bereich und bestätigen damit, dass die Bären weiterhin im Vorteil sind. Der 20‑Tage‑SMA fungiert nach wie vor als zentraler Widerstandsbereich. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen gleitenden Durchschnitt würde den Ausblick für die Bullen verbessern und die Wahrscheinlichkeit weiterer Kursgewinne erhöhen. Die unmittelbare Unterstützung liegt weiterhin bei 4.050 US‑Dollar, gefolgt von der psychologisch wichtigen Marke von 4.000 US‑Dollar. Ein Bruch unter diese Niveaus dürfte den Rückgang in Richtung des Juni‑Tiefs beschleunigen.