Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 10. Juli? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Trades vom Donnerstag:1-Stunden-Chart des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD setzte seine Aufwärtsbewegung am Donnerstag fort und hält diesen Trend auch am Freitag bei. Damit setzt das Britische Pfund seinen im Grunde unbegründeten Anstieg fort, dem es derzeit an lokalen Auslösern fehlt. Dies ist jedoch nur der äußere Eindruck der Lage. Das Pfund Sterling steigt aus mehreren Gründen durchaus nachvollziehbar. Erstens war die letzte Abwärtsbewegung vollkommen unlogisch und wurde vor allem von Trägheit und Spekulationen angetrieben. Zweitens hat der US‑Dollar seine Wachstumstreiber bis 2026 weitgehend ausgeschöpft, und sein langfristiger Trend bleibt abwärtsgerichtet. Drittens hat der Kurs auf den Tages- und Wochencharts nach einem Rückgang an die Untergrenze des Seitwärtstrends damit begonnen, sich wieder auf die Obergrenze zuzubewegen, was völlig folgerichtig ist. Daher rechnen wir weiterhin mit einer Aufwertung der britischen Währung, zumindest innerhalb des langfristigen Seitwärtskanals. Gestern gab es weder in Großbritannien noch in den USA nennenswerte Ereignisse.

5-Minuten-Chart des GBP/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Donnerstag zwei Handelssignale. Während der asiatischen Sitzung prallte der Kurs zum ersten Mal vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, während der amerikanischen Sitzung erfolgte ein zweiter Abpraller. Im ersten Fall stieg das Pfund Sterling um etwa 30 Pips, im zweiten Fall um 50 Pips und hat damit fast den nächstgelegenen Zielbereich von 1,3456–1,3476 erreicht.

Wie man am Freitag handelt:

Im Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort, der sich derzeit noch als Korrektur darstellt, sich jedoch zu einem voll ausgeprägten Trend entwickeln könnte. Der Konflikt im Nahen Osten ist entweder noch nicht vollständig gelöst oder befindet sich aktuell in einer Pause; die Federal Reserve hat bislang nur eine mögliche Zinserhöhung bis zum Jahresende in Aussicht gestellt, die eventuell gar nicht erfolgt, und die politischen Krisen im Vereinigten Königreich sind nicht mehr als Krisen wahrnehmbar. Wir sind der Ansicht, dass der Markt bereits alle wachstumsfördernden Faktoren für die US‑Währung eingepreist hat.

Am Freitag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn der Kurs vom Bereich 1,3456–1,3476 nach unten abprallt, mit einem Ziel bei 1,3380–1,3386. Sollte sich der Kurs über dem Bereich 1,3456–1,3476 festigen, eröffnet dies die Möglichkeit für neue Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598.

Im 5-Minuten-Chart sind aktuell die folgenden Handelsmarken zu beachten: 1,3043, 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695. Für Freitag sind weder im Vereinigten Königreich noch in den USA wichtige Ereignisse angesetzt. Die Kursbewegungen werden daher erneut überwiegend technischer Natur sein.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung erforderlich ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten nachfolgende Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine ausbilden. Technische Levels können in solchen Phasen vernachlässigt werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Ausgangspunkte für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen entgegen dem vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und ein konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.