Für Freitag sind keine makroökonomischen Veröffentlichungen angesetzt. Daher werden Händler erneut nichts haben, worauf sie reagieren können. Die Kursbewegungen beider Währungspaare werden damit wieder rein technischer Natur sein. Lediglich geopolitische Faktoren könnten die Marktbewegungen beeinflussen.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Unter den grundlegenden Ereignissen am Freitag ist lediglich die Rede von Boris Vujcic, Mitglied des geldpolitischen Ausschusses der Europäischen Zentralbank, zu erwähnen. Der geldpolitische Kurs der EZB ist derzeit uneindeutig und hängt in hohem Maße von der Inflation ab. Auf der letzten Sitzung signalisierte die Zentralbank eine weitere Zinserhöhung, doch die Inflation im Euroraum hat begonnen nachzulassen, und ihre künftige Entwicklung wird von der Lage in der Straße von Hormus und dem Konflikt im Nahen Osten abhängen. Eine verlässliche Prognose ist in diesem Zusammenhang unmöglich.
Der geopolitische Hintergrund bleibt konstant „bedingt positiv“. Iran und die USA haben aus der Ferne ein Abkommen unterzeichnet; allerdings sind noch zu viele wichtige Fragen ungelöst. Insbesondere das „Atomthema“, der Krieg zwischen Libanon und Israel sowie der Status der Straße von Hormus. Theoretisch könnte der Markt eine Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges fürchten, doch das allein reicht offensichtlich nicht aus, damit der Dollar wieder deutlich an Stärke gewinnt. Schließlich befinden sich Teheran und Washington weiterhin auf einem Kurs in Richtung Frieden, und die Verhandlungen laufen. Die Ereignisse vom Mittwoch zeigen jedoch, wie fragil jegliche Waffenruhe zwischen den USA und Iran ist. Verhandlungen und Abkommen können jederzeit scheitern.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am letzten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare sehr träge gehandelt werden, da es heute keine bedeutenden Ereignisse gibt. Sowohl der Euro als auch das Pfund können sich in jede Richtung bewegen. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1420–1,1432 gehandelt werden, während das Pfund Sterling aus dem Bereich 1,3456–1,3476 gehandelt werden kann. Wir würden heute weder mit besonders starken Bewegungen noch mit hoher Volatilität rechnen.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die für seine Ausbildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker das Signal.Wenn auf einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle anschließenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. Technische Niveaus können unberücksichtigt bleiben.Auf dem Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die korrekte Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder dienen als Signalquellen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung verdeutlichen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit maximaler Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Gegenbewegungen zum vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein umsichtiges Risiko- und Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.