Der Test des Kurses bei 162,36 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was einen guten Einstiegspunkt für Verkäufe des Dollars bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar jedoch nur um 6 Pips – und damit war die Bewegung bereits beendet.
Der Yen wertete nach unerwarteten Kommentaren der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama scharf gegenüber dem Dollar auf. Sie erklärte, die Behörden beabsichtigten, Haushalte und Pensionsfonds, einschließlich des gigantischen GPIF mit Vermögenswerten von 293,6 Billionen Yen, dazu zu ermutigen, ihre Investitionen in inländische japanische Anlagen zu erhöhen. Der Markt deutete dies als Hinweis auf eine mögliche Umkehr großer Kapitalströme zurück nach Japan, und der Yen erholte sich sofort von einem beinahe 40‑Jahres‑Tief. Dennoch ist es verfrüht, mit einer weiteren Yen-Aufwertung zu rechnen – für Jubel ist es noch zu früh. Der GPIF untersteht nicht dem Finanzministerium, sondern dem Ministry of Health, Labour and Welfare, und jegliche Strategieänderung wird Zeit benötigen und einen langwierigen Prozess durchlaufen, während sich ein Vertreter des Fonds mit Kommentaren zurückhielt. Viele Marktteilnehmer sind der Auffassung, dass sich das makroökonomische Gesamtbild nicht geändert hat und es sich eher um den Versuch handelt, die Folgen der von der Takahichi‑Regierung verfolgten weichen Politik abzufedern, als um eine Abkehr von der Reflation. Daher könnte der aktuelle Sprung des Yen durchaus nur ein kurzfristiger, emotional getriebener Ausschlag sein und nicht der Beginn eines tragfähigen Trends.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich daher stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario #1: Ich plane, USD/JPY heute bei einem Einstiegskurs um 161,68 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 162,05 (dickere grüne Linie im Chart). Im Bereich von 162,05 plane ich, meine Long-Positionen zu schließen und bei einer Korrektur sofort zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips ausgehend vom Einstiegskurs ausgehe. Am sinnvollsten ist es, das Paar bei Korrekturen und deutlichen Rücksetzern in USD/JPY erneut zu kaufen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario #2: Ich plane heute außerdem, USD/JPY zu kaufen, falls der Kurs 161,41 zweimal hintereinander testet und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Paares und dürfte zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes führen. Es ist dann ein Anstieg bis zu den Widerstandsniveaus von 161,68 und 162,05 zu erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario #1: Ich plane, USD/JPY heute erst nach einem Bruch des Niveaus von 161,41 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang des Paares führen dürfte. Das zentrale Kursziel für Verkäufer liegt bei 161,00, wo ich meine Short-Positionen schließen und sofort in die Gegenrichtung kaufen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Verkäufer können jederzeit mit schon dem kleinsten Hinweis der Zentralbank wieder auf den Plan treten. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario #2: Ich plane heute außerdem, USD/JPY zu verkaufen, falls der Kurs 161,68 zweimal hintereinander testet und sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Paares und dürfte zu einer Abwärtsumkehr des Marktes führen. Es ist dann ein Rückgang in Richtung der Unterstützungsniveaus von 161,41 und 161,00 zu erwarten.
Wichtig: Besonders Einsteiger im Forex-Markt müssen Entscheidungen über den Markteinstieg sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es besser, außerhalb des Marktes zu bleiben, um plötzliche Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan erforderlich, ähnlich dem, den ich oben vorgestellt habe. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustträchtige Strategie.