Der Test des Kurses bei 162,09 fiel zeitlich mit dem Moment zusammen, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was den korrekten Einstiegspunkt für den Verkauf des Dollars bestätigte. In der Folge fiel das Paar in Richtung des Zielniveaus bei 161,74.
Die Inflationsdaten für Juni in den USA fielen deutlich niedriger aus als erwartet, was den Dollar belastete und den japanischen Yen über den Renditekanal unterstützte. Der Bericht zeigte, dass der Gesamtverbraucherpreisindex im Jahresvergleich von 4,2 % im Mai auf 3,5 % zurückging, während der Kernwert auf 2,6 % fiel und damit dem Ziel der Federal Reserve sehr nahekam. Diese Abschwächung hat die Erwartungen an eine noch lockerere Ausrichtung der Zentralbank verstärkt, die Renditen von US-Staatsanleihen gedrückt und dem Dollar seine Unterstützung entzogen. Der japanische Yen konnte daraufhin zulegen. Der Rückgang der US-Renditen verringerte den Zinsabstand zu Japan, machte den Yen attraktiver und drehte USD/JPY nach unten. Dieser Rückgang hat das Thema möglicher Währungsinterventionen zunächst in den Hintergrund gedrängt, da die zuvor zu schnelle Yen-Abwertung die Bank of Japan jüngst zu Markteingriffen veranlasst haben könnte.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario #1: Ich plane heute, USD/JPY bei einem Einstiegspunkt um 162,26 (grüne Linie im Chart) zu kaufen, mit einem Kursziel bei 162,55 (dickere grüne Linie im Chart). Um 162,55 herum beabsichtige ich, meine Long-Positionen zu schließen und unmittelbar wieder zu verkaufen (in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips in die Gegenrichtung vom Einstiegspunkt). Am besten nimmt man den Kauf des Währungspaares im Zuge von Korrekturen und deutlicheren Rücksetzern bei USD/JPY wieder auf. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario #2: Ich plane außerdem heute, USD/JPY zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Niveaus von 162,13 kommt und sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzt und eine Aufwärtskorrektur am Markt eingeleitet. In der Folge ist ein Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 162,26 und 162,55 zu erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario #1: Ich plane heute, USD/JPY erst nach einem erneuten Durchbruch des Niveaus von 162,13 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was einen raschen Rückgang des Paares auslösen dürfte. Das zentrale Kursziel der Verkäufer liegt bei 161,81, wo ich beabsichtige, meine Short-Positionen zu schließen und unmittelbar wieder zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau). Verkäufer werden jederzeit an den Markt zurückkehren; jeder Hinweis der Zentralbank genügt. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario #2: Ich plane außerdem heute, USD/JPY zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kursniveaus bei 162,26 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dadurch wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzt und eine Abwärtswende des Marktes eingeleitet. In der Folge ist ein Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 162,13 und 161,81 zu erwarten.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung bedeutender Fundamentaldaten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um plötzliche Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money-Management anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan erforderlich – ähnlich dem, den ich oben vorgestellt habe. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader grundsätzlich eine Verluststrategie.