Am Donnerstag dürfte das Währungspaar USD/CAD in einer Seitwärtsrange handeln und seine jüngsten Verluste konsolidieren, nachdem es am Vortag ein Vierwochentief markiert hatte. Die Kassakurse hielten sich knapp über der Marke von 1,4025, auch wenn die aktuelle fundamentale Lage tendenziell die Verkäuferseite begünstigt.
Der US‑Dollar verharrt in der Nähe seiner Tiefstände vom 18. Juni, da die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve zurückgehen.
Nach am Mittwoch veröffentlichten Daten ist der US-Erzeugerpreisindex (PPI) im vergangenen Monat um 0,3 % gesunken, während das Wachstum des Vormonats auf 0,6 % nach unten revidiert wurde.
Dieser Rückgang folgt auf einen enttäuschenden Verbraucherpreisindex (CPI), der am Dienstag veröffentlicht wurde und die Marktteilnehmer veranlasste, ihre Erwartungen an eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung der Federal Reserve weiter zurückzuschrauben, was Dollar-Bullen in die Defensive drängte. Dennoch bestehen weiterhin Sorgen über eine durch Energiepreise getriebene Inflation vor dem Hintergrund der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran sowie von Lieferunterbrechungen im Nahen Osten.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat sich in dieser Woche deutlich verschärft, da beide Seiten neue Angriffe durchgeführt haben und US-Streitkräfte Luftangriffe auf iranische Raketen- und Drohneninfrastruktur geflogen haben. Im Gegenzug griff Teheran mit Drohnen und Raketen mit den USA verbundene militärische Einrichtungen in der Region an. Außerdem feuerte ein US-Flugzeug auf einen unbeladenen Öltanker, der versucht hatte, die Seeblockade iranischer Häfen zu durchbrechen.
Diese Ereignisse signalisieren eine Intensivierung der militärischen Konfrontation. US-Präsident Donald Trump verschärfte die Spannungen, indem er erklärte, dass kritische iranische Infrastrukturen wie Kraftwerke und Brücken zu Zielen werden könnten, falls sich die Lage weiter zuspitzt. Dies dürfte dazu beitragen, die Ölpreise auf einem hohen Niveau zu halten und könnte zu Zinserhöhungen führen, was wiederum Händler davon abhalten dürfte, beim Währungspaar USD/CAD aggressiv auf fallende Kurse zu setzen und so dessen Verluste begrenzt.
Aus technischer Sicht konsolidiert das Paar um das Niveau von 1,4025. Die Oszillatoren liefern gemischte Signale, wobei der Relative-Stärke-Index in negatives Terrain vorrückt und damit kurzfristig die Bären begünstigt. Allerdings ist zu beachten, dass der 200‑Tage‑SMA einen horizontalen Verlauf eingeschlagen hat, was auf eine längere Seitwärtsbewegung innerhalb der aktuellen Handelsspanne hindeutet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des kanadischen Dollars gegenüber wichtigen Währungen in dieser Woche; am besten entwickelte sich der kanadische Dollar gegenüber dem japanischen Yen.