Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 17. Juli? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Handelsanalyse für Donnerstag:1-Stunden-Chart von EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Donnerstag keine nennenswerten Bewegungen. Zuvor hatte die europäische Gemeinschaftswährung einen ordentlichen Anstieg verzeichnet und bereits zwei Tage zuvor ebenfalls deutlich zugelegt. Insgesamt gewann der Euro in diesen beiden Tagen rund 100 Pips, was durchaus beachtlich ist. Allerdings gibt es für diese Bewegung keine überzeugende Begründung, da sich das Paar weiterhin in einem schwachen Aufwärtstrend bewegt, der fast schon einem Seitwärtsmarkt entspricht. Im Grunde beobachten wir seit mehreren Wochen eine Seitwärtsphase. Der Kurs verbringt 98 % der Zeit in einer Spanne zwischen 1,1377 und 1,1461. Obwohl formal ein Aufwärtstrend vorliegt, gab es gestern in der Europäischen Union keine relevanten Veröffentlichungen oder Ereignisse, während die US-Konjunkturdaten den Dollar leicht stützten, da sie die Markterwartungen nicht verfehlten. Die Daten selbst waren jedoch von zweitrangiger Bedeutung, sodass wir erneut keine kräftigen Kursbewegungen gesehen haben. Seit nunmehr drei Wochen ist beim EUR/USD nicht nur eine Seitwärtsbewegung zu beobachten, sondern auch eine extrem geringe Volatilität.

5-Minuten-Chart von EUR/USD

Im 5-Minuten-Chart hat sich am Donnerstag nur ein Handelssignal gebildet. Über mehrere Stunden hinweg und bei minimaler Volatilität versuchte der Kurs, den Bereich von 1,1461–1,1466 zu durchbrechen, was schließlich gelang. Erwartungsgemäß kam es nach der Signalentstehung nicht zu einer starken Abwärtsbewegung, aber der Kurs fiel um etwa 15 Pips.

Wie man am Freitag handelt:

Im Stunden-Chart wurden beide Trendlinien durchbrochen und sind damit nicht mehr relevant. Die Seitwärtsphase könnte sich dem Ende nähern, da das Währungspaar das Niveau von 1,1461 überschritten hat. Unter Berücksichtigung aller Marktereignisse und Bewegungen der vergangenen Monate gehen wir davon aus, dass der Euro weiter steigen sollte – und deutlich stärker, als er es derzeit tut. Tatsächlich handelt es sich bei der aktuellen Aufwärtsbewegung jedoch um eine Korrektur. Nach der Korrektur beginnt eine neue Trendphase ...

Am Freitag können Einsteiger weiter Short-Positionen mit Ziel 1,1363–1,1377 halten, da sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,1461–1,1466 gefestigt hat. Long-Positionen können mit Ziel 1,1527–1,1531 eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1461–1,1466 etabliert. Mit starken Bewegungen rechnen wir weiterhin nicht.

Im 5-Minuten-Chart sind folgende Niveaus zu beachten: 1,1267–1,1275, 1,1363–1,1377, 1,1461–1,1466, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666 und 1,1745–1,1754. Am Freitag veröffentlicht die Europäische Union die zweite Schätzung der Inflation für Juni, die wenig Interesse weckt. In den USA werden Daten zum Immobilienmarkt veröffentlicht sowie der Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan, der nicht zu den wichtigsten Berichten zählt.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale dieses Niveaus ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale bilden. Technische Niveaus können in solchen Phasen vernachlässigt werden.Im Stunden-Chart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn eine gute Volatilität vorliegt und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder Quellen für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung widerspiegeln.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein Zusatzindikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um scharfe Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Einsteiger im Forex-Markt sollten daran denken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.