Das Währungspaar EUR/USD setzte am Dienstag seinen schleppenden Rückgang von der oberen Begrenzung des horizontalen Kanals zur unteren fort. Der makroökonomische Hintergrund war an diesem Tag sehr schwach und beschränkte sich auf zwei ZEW‑Berichte für Deutschland und die Eurozone. Entsprechend blieb eine Marktreaktion aus, und die Volatilität war erneut minimal. Damit beobachten wir weiterhin rein technische Bewegungen innerhalb des horizontalen Kanals. Nachdem die untere Begrenzung des Kanals bei 1,1377–1,1461 erreicht wurde, könnte eine Bewegung zurück in Richtung der oberen Begrenzung einsetzen. Morgen tagt die Europäische Zentralbank, doch auch dieses Ereignis könnte die Marktstimmung unberührt lassen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die EZB die Zinsen unverändert lässt, sodass den Tradern ein Impuls zum Reagieren fehlt. Die Seitwärtsbewegung beim Euro hält nun seit fast einem Monat an, und daran lässt sich derzeit nichts ändern.
5‑Minuten‑Chart des EUR/USD‑WährungspaaresAuf dem 5-Minuten-Chart haben sich am Dienstag keine Handelssignale gebildet. Die Bewegungen waren erneut schwach, und der Kurs konnte keines der Niveaus bzw. keiner der Zonen sauber anlaufen. Somit gab es für Anfänger erneut keine Grundlage, in den Markt einzusteigen.
Wie man am Mittwoch handelt:Auf dem Stundenchart wurden beide Trendlinien durchbrochen und sind nicht mehr relevant. Unter Berücksichtigung aller Ereignisse und Marktbewegungen der letzten Monate gehen wir davon aus, dass der Euro einen deutlichen Anstieg zeigen sollte – deutlich stärker als in den vergangenen Wochen. In der Praxis handelt es sich bei der aktuellen Aufwärtsbewegung jedoch lediglich um eine Korrektur, und in den letzten Wochen ähnelt die Bewegung eher einer Seitwärtsphase als einem Trend.
Am Mittwoch können Anfänger Short-Positionen mit Kurszielen bei 1,1325 und 1,1267 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb der Zone 1,1363–1,1377 festigt. Long-Positionen können mit einem Kursziel bei 1,1461–1,1466 eröffnet werden, wenn der Kurs von der Zone 1,1363–1,1377 nach oben abprallt. Mit starken Bewegungen ist weiterhin nicht zu rechnen.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1267–1,1275, 1,1363–1,1377, 1,1461–1,1466, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754. Am Mittwoch stehen weder in der Eurozone noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen an. Daher könnten die Bewegungen heute erneut schwach ausfallen, und die Seitwärtsphase dürfte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit fortsetzen.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle folgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können dann an Aussagekraft verlieren.Auf dem Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die korrekte Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf breakeven nachgezogen werden.Erläuterungen zu den Charts:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit maximaler Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.