Das Währungspaar EUR/USD setzte am Mittwoch seinen schleppenden Rückgang von der oberen Begrenzung des Seitwärtskanals zur unteren fort. Es gab gestern keinen makroökonomischen Hintergrund, daher fehlten dem Markt den ganzen Tag über Impulse. Somit beobachten wir weiterhin rein technische Bewegungen innerhalb des Seitwärtskanals. Nachdem die untere Begrenzung des Kanals bei 1,1377–1,1461 erreicht wurde, könnte eine Bewegung zurück zur oberen Begrenzung einsetzen. Für heute ist die Sitzung der Europäischen Zentralbank angesetzt, doch dieses Ereignis dürfte möglicherweise keinen Einfluss auf die Marktstimmung haben. Die EZB wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zinsen unverändert lassen, was bedeutet, dass die Händler erneut keinen neuen Anlass für Reaktionen haben werden. Die Inflation im Euroraum ist im Juni gesunken, könnte im Juli jedoch wieder ansteigen. Daher ist es selbst im Falle einer strafferen Geldpolitik durch die EZB eher unwahrscheinlich, dass dies vor September geschieht. Der Seitwärtstrend des Euro dauert nun bereits seit fast einem Monat an, und daran lässt sich vorerst nichts ändern.
5-Minuten-Chart des EUR/USD-PaaresAuf dem 5-Minuten-Chart konnten unerfahrene Trader am Mittwoch möglicherweise den Höhepunkt des Trends der letzten Monate beobachten. Diesmal betrug die Volatilität 25 Pips, und der Kurs bewegte sich den gesamten Tag über ausschließlich seitwärts. Angesichts der Art dieser Bewegung wäre es selbst dann unmöglich gewesen, einen Gewinn zu erzielen, wenn Handelssignale entstanden wären.
Wie man am Donnerstag handelt:Auf dem Stunden-Chart wurden beide Trendlinien durchbrochen und sind nicht mehr relevant. Angesichts aller Ereignisse und Bewegungen am Markt in den vergangenen Monaten sind wir der Ansicht, dass die europäische Währung einen überzeugenden Aufwärtstrend zeigen sollte – deutlich stärker als in den letzten Wochen. Die aktuelle Aufwärtsbewegung ist im Kern jedoch nur eine Korrektur, und in den vergangenen Wochen ähnelt die Bewegung eher einer Seitwärtsphase als einem Trend.
Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1363–1,1377 eröffnen, falls der Kurs von der Zone 1,1461–1,1466 nach unten abprallt. Long-Positionen können mit einem Ziel bei 1,1461–1,1466 eröffnet werden, falls der Kurs von der Zone 1,1363–1,1377 nach oben abprallt. Wir würden weiterhin nicht mit starken Bewegungen rechnen.
Auf dem 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1267–1,1275, 1,1363–1,1377, 1,1461–1,1466, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754. Am Donnerstag finden im Euroraum die EZB-Sitzung und die Rede von Christine Lagarde statt. Es ist unwahrscheinlich, dass die EZB die Zinsen anhebt, weshalb die Sitzung „ereignislos“ verlaufen könnte und eine Marktreaktion möglicherweise ausbleibt. Zur Erinnerung: Bereits vor anderthalb Monaten reagierte der Markt überhaupt nicht auf eine Straffung der Geldpolitik.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je kürzer die benötigte Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale bilden. Technische Marken können in dieser Phase vernachlässigt werden.Auf dem Stunden-Chart sollten Signale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Marken sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen von Signalen.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handlungsrichtung für den Handel vorgeben.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte deshalb mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um abrupte Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.