Worauf sollte man am 23. Juli achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Donnerstag sind keine makroökonomischen Veröffentlichungen geplant – zumindest keine, die zumindest theoretisch eine Chance hätten, vom Markt eingepreist zu werden. Heute wird in den USA ein Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, der von Tradern selbst unter normalen Umständen meist ignoriert wird, da er als nachrangig gilt. In der Eurozone, in Deutschland und in den USA stehen heute keine wichtigen Datenveröffentlichungen auf dem Kalender.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Donnerstag ist die Sitzung der Europäischen Zentralbank hervorzuheben, sie könnte jedoch vom Markt weitgehend ignoriert werden. Es sei daran erinnert, dass die EZB vor anderthalb Monaten als erste der großen Zentralbanken angesichts der steigenden Inflation mit einer Straffung der Geldpolitik begonnen hat – ein Umstand, den der Markt schlicht übergangen hat. Stattdessen hat er mit Begeisterung eine hypothetische Zinserhöhung der Federal Reserve bis zum Jahresende eingepreist, die möglicherweise gar nicht erfolgt. Heute wird die EZB mit hoher Wahrscheinlichkeit (90 % Wahrscheinlichkeit) die Zinsen unverändert lassen, sodass die Händler erneut keinen wirklichen Anlass zur Reaktion haben werden. Auch die Rede von Christine Lagarde, die nur selten konkrete Zusagen macht oder Hinweise auf zukünftige Änderungen der Geldpolitik gibt, dürfte daran wenig ändern.

Der geopolitische Hintergrund verschlechtert sich weiter. Ein weiterer Waffenstillstand wurde gebrochen, und die USA und Iran haben die Feindseligkeiten wiederaufgenommen. Derzeit finden keine Verhandlungen statt. Donald Trump bereitet neue Angriffe auf Iran vor, während Teheran seinerseits bereitsteht, jederzeit die Meerenge von Bab al-Mandab zu blockieren. Die jemenitischen Huthi haben bereits eine Blockade Saudi-Arabiens angekündigt, wahrscheinlich in Erwartung einer Blockade des Roten Meeres. Die Lage spitzt sich mit der Zeit immer weiter zu und löst einen erneuten Anstieg der Ölpreise aus.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am vorletzten Handelstag der Woche wird sich die europäische Gemeinschaftswährung weiterhin innerhalb einer Seitwärtsbewegung bewegen, während das britische Pfund in einem Abwärtstrend bleibt. Der Euro kann aus dem Bereich 1,1363–1,1377 oder aus dem Bereich 1,1461–1,1466 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich 1,3380–1,3386 gehandelt werden kann. Die Volatilität könnte bei beiden Währungspaaren gering bleiben.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die für seine Bildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem volatitätsarmen Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder gar keine. Technische Niveaus können dabei unbeachtet bleiben.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Ausgangspunkte für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung vorgeben.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche, gegen die vorangegangene Bewegung gerichtete Umkehrungen zu vermeiden.

Einsteiger im Forex-Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.