Intraday-Strategien für Anfänger an den Märkten am 27. Juli

Der US‑Dollar hat einen Teil seines Vorsprunges verloren, den er gegen Ende der vergangenen Woche aufgebaut hatte.

Der Dollar gab gegenüber Euro und Pfund nach, nachdem die USA ihre fast zweiwöchigen Angriffe auf den Iran eingestellt hatten. Anzeichen einer Deeskalation änderten die Marktstimmung rasch, da die zuvor drohende Gefahr von Lieferunterbrechungen durch die Straße von Hormus Kapital in sichere Häfen gelenkt hatte. Mit der Entspannung der Lage ließ der Bedarf nach sicheren Anlagen teilweise nach, und Händler kehrten zu risikoreicheren Instrumenten zurück, was die jüngste Stärke des Dollars untergrub. Für Euro und Pfund bot die Entspannung der Spannungen spürbare Unterstützung. Die Rückkehr der Risikobereitschaft und der Abbau der geopolitischen Prämie im Dollar ermöglichten es beiden europäischen Währungen, sich zu stärken. Sowohl EUR/USD als auch GBP/USD machten einen Teil ihrer Verluste im Zuge des Rückzugs des Dollars wieder wett, doch das Ausmaß ihres Anstiegs hängt davon ab, wie nachhaltig die Pause sein wird.

Heute wird die erste Tageshälfte für den Euro ereignisreich und beginnt mit den IFO‑Indikatoren aus Deutschland – Einschätzungen des Geschäftsklimas, der aktuellen Lage sowie der Konjunkturerwartungen. Diese Kennzahlen basieren auf Umfragen unter deutschen Unternehmen und spiegeln deren Stimmung zur aktuellen Situation und den Aussichten wider. Da Deutschland die größte Volkswirtschaft im Euroraum ist, dienen sie als wichtiger Gradmesser für die gesamte Eurozone. Ergänzt wird das Bild durch Daten zur Kreditvergabe an den privaten Sektor und zur Entwicklung der Geldmenge M3, die zeigen, wie aktiv sich Geld in der Wirtschaft bewegt und ob die Kreditnachfrage zunimmt.

Gute Zahlen würden es dem Euro ermöglichen, seine Aufwärtsbewegung gegenüber dem Dollar in der ersten Tageshälfte fortzusetzen. Positive Einschätzungen des Geschäftsumfelds und ein starker Kreditimpuls stützen die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und verschaffen dem Euro zusätzlichen Auftrieb. Schwächere Daten hingegen könnten die Aufwärtsdynamik abbremsen und das Währungspaar EUR/USD zu einer konservativeren Entwicklung zurückführen; das Ergebnis hängt daher maßgeblich davon ab, ob die Zahlen der Zuversicht des Marktes gerecht werden.

Beim Pfund wird die Richtung in der ersten Tageshälfte von den Einzelhandelsumsätzen der Confederation of British Industry bestimmt. Dieser Indikator basiert auf Umfragen unter Einzelhändlern und spiegelt die Umsatzentwicklung im Handel wider; da er vor den offiziellen Zahlen veröffentlicht wird, betrachtet der Markt ihn als zeitnahes Signal zum Zustand der Konsumnachfrage. Starke Einzelhandelsumsätze deuten auf ein hohes Vertrauen britischer Verbraucher hin und stützen indirekt die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Bank of England, was dem Pfund zugutekommt. Gute Zahlen könnten dem Währungspaar GBP/USD daher helfen, seine Aufwärtsbewegung in der ersten Tageshälfte fortzusetzen. Übertreffen die Daten die Erwartungen, könnte die britische Währung eine Grundlage erhalten, ihre jüngliche Erholung gegenüber dem Dollar auszubauen. Ein schwaches Ergebnis hingegen würde diese Dynamik dämpfen und das Pfund zu einer eher konservativen Entwicklung zurückführen.

Wenn die Daten im Rahmen der Erwartungen der Ökonomen liegen, ist es sinnvoller, sich an einer Mean‑Reversion‑Strategie zu orientieren. Weichen die Daten deutlich nach oben oder unten von den Erwartungen der Ökonomen ab, wäre der Einsatz einer Momentum‑Strategie am besten geeignet.

Momentum‑Strategie (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1422 mit Kurszielen bei 1,1442 und 1,1459;Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1402 mit Kurszielen bei 1,1384 und 1,1366;Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3363 mit Kurszielen bei 1,3388 und 1,3417;Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3336 mit Kurszielen bei 1,3316 und 1,3298;Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 163,76 mit Kurszielen bei 163,99 und 164,26;Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 163,48 mit Kurszielen bei 163,18 und 162,92;Mean‑Reversion‑Strategie (Return):Für das Währungspaar EUR/USDNach Short-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 1,1426 scheitert und der Kurs anschließend wieder unter dieses Niveau zurückfällt;Nach Long-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch unter 1,1398 scheitert und der Kurs anschließend zu diesem Niveau zurückkehrt;Für das Währungspaar GBP/USDSuchen Sie nach Short-Positionen nach einem Fehlausbruch über 1,3372, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;Suchen Sie nach Long-Positionen nach einem Fehlausbruch unter 1,3335, wenn der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;Für das Währungspaar AUD/USDNach Short-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 0,7018 fehlschlägt und der Kurs wieder unter dieses Niveau zurückfällt;Nach Long-Positionen Ausschau halten, wenn ein Ausbruch unter 0,6990 fehlschlägt und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;

Für das Währungspaar USD/CADNach Short-Möglichkeiten Ausschau halten, wenn ein Ausbruch über 1,4110 scheitert und der Kurs anschließend unter dieses Niveau zurückfällt;Nach Long-Möglichkeiten Ausschau halten, wenn ein Ausbruch unter 1,4065 scheitert und der Kurs anschließend zu diesem Niveau zurückkehrt.