GBP/USD Kursanalyse und Prognose: Das Währungspaar zieht angesichts der allgemeinen Schwäche des US-Dollar starkes Kaufinteresse auf sich

Das Währungspaar GBP/USD setzt seine moderate Erholung von dem Dreiwochentief fort und verzeichnet zu Beginn der neuen Handelswoche deutliche Gewinne. Damit steigen die Notierungen den zweiten Tag in Folge und klettern über die wichtige Marke von 1,3300, begünstigt durch eine breit angelegte Schwäche des US-Dollar.Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen abbildet, hat sich von dem in der vergangenen Woche erreichten Einmonatshoch zurückgezogen, da neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des seit fünf Monaten andauernden Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und Iran aufkeimen. Konkret haben die Vereinigten Staaten ihre Bombenkampagne nach 13 aufeinanderfolgenden Nächten von Angriffen auf iranische Ziele ausgesetzt, woraufhin Teheran seine Vergeltungsaktionen gegen Washingtons Verbündete im Nahen Osten stoppte.Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, erklärte, dass die Streitkräfte zwar weiterhin in Bereitschaft seien, Präsident Donald Trump jedoch den Verhandlungen Raum geben wolle. Händler reduzierten daraufhin rasch die geopolitische Risikoaufschlagprämie, was die Nachfrage nach dem US-Dollar schmälerte. Zudem haben die jüngsten Entwicklungen einen starken Rückgang der Ölpreise ausgelöst, wodurch Inflationssorgen nachließen und die Erwartungen sanken, dass die Federal Reserve die Zinsen anheben wird. Dies setzte den US-Dollar zusätzlich unter Abwärtsdruck.

Gleichzeitig begrenzen Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus und die Bab al-Mandab-Straße einen weiteren Rückgang der Ölpreise. Händler, die mit einer anhaltenden Schwäche des US-Dollar rechnen, könnten dennoch davor zurückschrecken, vor dem Ergebnis der mit Spannung erwarteten zweitägigen FOMC-Sitzung, die am Mittwoch endet, aggressive Short-Positionen aufzubauen. Anleger werden nach weiteren Hinweisen zur Geldpolitik der Federal Reserve suchen, die zusammen mit den geopolitischen Entwicklungen voraussichtlich die Richtung des US-Dollar maßgeblich beeinflussen und einen wichtigen Impuls für das Währungspaar GBP/USD liefern dürfte.

Aus technischer Sicht bewegt sich GBP/USD weiterhin in einer Seitwärtsrange, was durch den flachen 200-Tage Simple Moving Average (SMA) unterstrichen wird. Damit sich die Erholung fortsetzen kann, müssen die Bullen sowohl den 200-Tage-SMA als auch den nahegelegenen 20-Tage-SMA nach oben durchbrechen. Die Momentum-Indikatoren liefern nach wie vor ein gemischtes Bild, während der Relative Strength Index (RSI) sich im negativen Bereich befindet, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer innerhalb der aktuellen Handelsspanne weiterhin im Vorteil sind.