USD/CHF. Analyse. Prognose. Schweizer Franken stärkt sich bei Dollarabwertung

Am Montag schwächt sich das Währungspaar USD/CHF nach einem fünf­tägigen Anstieg ab. Diese Entwicklung ist auf die Schwäche des US-Dollars zurückzuführen, ausgelöst durch die Entspannung der geopolitischen Spannungen nach einer Pause der militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran, die nach 13 Tagen eskalierender Konflikte eine Atempause verschafft.

Die USA haben ihre Angriffe eingestellt, da die Sorge über die Erschöpfung der Abfangraketenbestände wächst und die Liste verbleibender Ziele im Iran kleiner geworden ist. Zudem berichtete General Dan Kayne, dass der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff den Präsidenten am Freitag davor gewarnt habe, dass eine Fortsetzung der Militärkampagne die Bestände an kritischer Munition erheblich beeinträchtigen könnte.

Dennoch agieren Marktteilnehmer vorsichtig angesichts potenzieller Angebotsunterbrechungen, da Iran-nahe Houthis im Jemen die Verantwortung für Angriffe auf saudi-arabische Anlagen am Roten Meer übernommen haben.

Händler gehen davon aus, dass die Federal Reserve auf ihrer geldpolitischen Sitzung am Mittwoch die Zinsen unverändert lassen wird, bevor sie im September die Zinserhöhungen wieder aufnimmt. Einige Marktteilnehmer rechnen jedoch weiterhin mit einer überraschenden Entscheidung auf der anstehenden Sitzung.

Für bessere Handelschancen ist es zudem wichtig, die Veröffentlichung zentraler Konjunkturdaten genau zu verfolgen, darunter die vorläufigen BIP-Daten für das zweite Quartal, die PCE-Inflationszahlen sowie die Quartalsberichte großer US-Unternehmen, um ein umfassenderes Bild vom Zustand der Wirtschaft zu erhalten.

Das Währungspaar USD/CHF besitzt dennoch Erholungspotenzial, da der Rückgang der Renditen Schweizer Staatsanleihen Druck auf den Schweizer Franken ausüben könnte. Mit dem Rückgang der Rendite zehnjähriger Anleihen auf rund 0,46 % könnte der Fall der Renditen inländischer festverzinslicher Anlagen globale Investoren dazu veranlassen, Kapital in renditestärkere Auslandsanleihen umzuschichten.

Aus technischer Sicht hat das Paar Unterstützung an der 9-Tage-EMA gefunden; der Aufwärtstrend ist intakt und die Oszillatoren sind positiv, was den Vorteil der Bullen bestätigt. Daher kann diese Korrektur als Kaufgelegenheit betrachtet werden. Fallen die Kurse jedoch unter die 14-Tage-EMA und die 20-Tage-SMA, ändert sich der positive Ausblick für die Bullen.