Der Test des Niveaus von 1,1401 fand zu einem Zeitpunkt statt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen, was die Gültigkeit des Einstiegspunkts für eine Short-Position im Euro bestätigte. Wie man jedoch im Chart sehen kann, erlebte das Währungspaar im Anschluss keinen nennenswerten Rückgang.
Das deutsche Geschäftsklima sorgte am Markt für eine positive Überraschung, wobei der Ifo-Erwartungsindex die entscheidende Rolle spielte. Der Indikator stieg auf 86,7 nach einer revidierten Vormonatszahl von 84,3 und übertraf damit die durchschnittliche Prognose von 84,8 der befragten Volkswirte. Das Gesamtbild war jedoch nicht durchweg positiv, da der Lageindex im Vergleich zur vorherigen Veröffentlichung zurückging und damit eine vorsichtigere Einschätzung der aktuellen Situation durch die Unternehmen widerspiegelte. Die Divergenz zwischen diesen Komponenten führte zu einem gemischten Bild und verhinderte, dass der Euro seine Gewinne ausweiten konnte.
In der zweiten Tageshälfte wird das Währungspaar im Fokus der Veröffentlichung der US-Aufträge für langlebige Wirtschaftsgüter stehen, die der wichtigste Markttreiber der Sitzung sein werden. Diese Aufträge betreffen Produkte mit einer langen Nutzungsdauer und dienen als Indikator für die Investitionsneigung, da Unternehmen ihre Käufe von Ausrüstungen und Maschinen in der Regel nur dann erhöhen, wenn sie von den künftigen Aussichten überzeugt sind. Starke Daten würden die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigen und den US-Dollar stützen, während ein schwächerer Bericht seine Position untergraben könnte. Für die Gemeinschaftswährung sind die Implikationen klar: ein kräftiger Anstieg der Aufträge würde den Dollar stärken und Druck auf EUR/USD ausüben, während enttäuschende Daten dem Euro Spielraum geben würden, seine Position zu behaupten.
In Bezug auf die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 konzentrieren.
Kaufsignal
Szenario #1:Heute plane ich, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1408 erreicht (grüne Linie im Chart), mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,1432. Bei 1,1432 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt ausgehe. Ein Anstieg des Euro ist heute zu erwarten, wenn die Konjunkturdaten schwach ausfallen.
Wichtig: Vor dem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach oben zu bewegen beginnt.
Szenario #2:Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1390 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtskorrektur auslösen. Eine Bewegung in Richtung der Gegenniveaus von 1,1408 und 1,1432 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario #1:Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1390 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1356, wo ich plane, den Markt zu verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung zu kaufen, wobei ich von einer Bewegung von 20–25 Punkten in die Gegenrichtung von diesem Niveau ausgehe. Der Abwärtsdruck auf das Paar wird zurückkehren, wenn die Konjunkturdaten stark ausfallen.
Wichtig: Vor dem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade von dort nach unten zu bewegen beginnt.
Szenario #2:Ich plane heute außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn der Kurs die Marke von 1,1408 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtskorrektur auslösen. Ein Rückgang in Richtung der Gegenniveaus von 1,1390 und 1,1356 ist dann zu erwarten.
Erklärung der Grafik
Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann.Breite grüne Linie – das geschätzte Kursniveau, auf dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da eine weitere Aufwärtsbewegung über dieses Niveau hinaus als unwahrscheinlich gilt.Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann.Breite rote Linie – das geschätzte Kursniveau, auf dem Take-Profit-Orders platziert oder Gewinne manuell mitgenommen werden können, da eine weitere Abwärtsbewegung unter dieses Niveau hinaus als unwahrscheinlich gilt.MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.Wichtig: Unerfahrene Forex-Händler sollten bei Entscheidungen zum Markteinstieg äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es in der Regel am besten, dem Markt fernzubleiben, um starken Kursschwankungen nicht ausgesetzt zu sein. Wenn Sie sich entscheiden, während bedeutsamer Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Schutz können Sie Ihr gesamtes Handelskonto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Risiko- und Money-Management anwenden und mit übergroßen Positionen handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler auf lange Sicht eine verlustbringende Strategie.