Am Montag ist das GBP/USD-Paar unerwartet gefallen, obwohl die abwärts gerichtete Trendlinie noch am selben Tag nach oben durchbrochen wurde. Solche technischen Signale können natürlich mitunter falsch sein. Dennoch erscheint es logisch, dass sich das Pfund angesichts eines schwachen Berichts zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA und einer leichten Entspannung der geopolitischen Spannungen im Nahost-Konflikt eher aufwerten würde. Der Markt hat dieses Rätsel einmal mehr auf seine eigene Weise gelöst, doch wir würden die Tatsache des Trendlinienbruchs trotzdem nicht außer Acht lassen. Mitunter kann eine Trendlinie bereits verletzt werden, während der Kurs zunächst noch eine Weile überwiegend in dieselbe Richtung läuft, bevor er dreht. Darüber hinaus ist es der europäischen Gemeinschaftswährung bisher nicht gelungen, den Bereich von 1,1366–1,1377 zu überwinden und den Seitwärtskanal nach unten zu verlassen. Trotz der Schwäche der Bullen und des anhaltenden Drucks der Bären kann auch der Dollar nicht unbegrenzt auf Basis nur eines einzigen Faktors steigen. Unserer Einschätzung nach befinden sich sowohl der Euro als auch das Pfund derzeit in sehr aussichtsreichen Positionen für Long-Positionen. Allerdings wird letztlich alles von den technischen Signalen abhängen.
5M-Chart von GBP/USDIm 5-Minuten-Chart wurde am Montag ein Verkaufssignal generiert, als der Kurs den Bereich 1,3319–1,3331 nach unten durchbrach. Wir sind jedoch nicht von einer anhaltenden Schwäche des britischen Pfunds überzeugt, da wir derzeit keine triftigen Gründe dafür sehen. Solche Gründe könnten allerdings am Mittwoch oder Donnerstag entstehen, wenn die Federal Reserve und die Bank of England ihre Sitzungen abhalten.
Wie man am Dienstag handelt:Im Stundenchart könnte das Währungspaar GBP/USD einen neuen Aufwärtstrend beginnen. Nach einem dreiwöchigen Anstieg war eine Korrektur nötig, diese könnte sich nun ihrem Ende nähern. Aus technischer Sicht wäre ein weiterer Anstieg des britischen Pfunds in den kommenden Tagen und Wochen vollkommen gerechtfertigt.
Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3259–1,3267 festsetzt, mit einem Ziel bei 1,3175–1,3180. Long-Positionen können bei einer Kurserholung vom Bereich 1,3259–1,3267 oder bei einem stabilen Handel über dem Bereich 1,3319–1,3331 in Betracht gezogen werden.
Im 5-Minuten-Chart können sich Trader aktuell auf die Niveaus 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641 und 1,3695 konzentrieren. Am Dienstag stehen weder in Großbritannien noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen an, sodass es im Tagesverlauf kaum Impulse geben dürfte. Folglich wird der Handel heute ausschließlich auf technischen Faktoren basieren müssen.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung erforderlich ist (Abpraller oder Ausbruch). Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten weitere Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen außer Acht gelassen werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Levels sehr nah beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Handelssignale.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt oder der Markt vorübergehend verlassen werden, um abrupte Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten beachten, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.