Handelsanalyse und Trading-Empfehlungen für den Euro
Aufgrund der geringen Volatilität im Währungspaar wurden die von mir identifizierten Niveaus in der ersten Tageshälfte nicht getestet.
Offensichtlich steuert der Euro mit erhöhter Unsicherheit auf die FOMC-Sitzung zu, da die heutige Zinsentscheidung das Marktgleichgewicht erheblich verändern könnte. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich dabei nicht nur auf die Entscheidung selbst, sondern auch auf die begleitende Erklärung und die Pressekonferenz von Kevin Warsh, da diese die Erwartungen hinsichtlich des künftigen geldpolitischen Kurses prägen werden. Der Markt preist derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 25–30 % für eine Zinserhöhung ein, sodass das Ergebnis der Sitzung ungewiss bleibt – und diese Unsicherheit verstärkt nur das Potenzial für eine kräftige Marktreaktion.
Für die Gemeinschaftswährung ist die Lage klar. Eine unerwartete Zinserhöhung oder insgesamt falkenhafte Signale der Fed mit einem Fokus auf die Inflation würden den US-Dollar stärken und Druck auf EUR/USD ausüben, während eine beibehaltene, eher lockere Ausrichtung dem Euro Spielraum für eine Erholung verschaffen würde. Da es am Markt keine einheitliche Erwartung über den Ausgang gibt, könnte jede Abweichung von den Markterwartungen eine starke Bewegung auslösen, und die Gemeinschaftswährung dürfte mit erhöhter Volatilität konfrontiert sein.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario #1: Heute werde ich den Euro kaufen, wenn der Kurs das Niveau von 1,1404 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel beim Anstieg in Richtung 1,1462. Bei 1,1462 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro außerdem in Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt. Ein Anstieg des Euro ist heute infolge einer dovish ausfallenden Haltung der Fed zu erwarten. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Kurs das Niveau von 1,1388 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer marktweiten Aufwärtsumkehr. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1404 und 1,1462 ist zu erwarten.
VerkaufssignalSzenario #1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1388 erreicht (die rote Linie im Chart). Das Ziel liegt beim Niveau von 1,1329, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten in die Gegenrichtung vom Niveau). Der Druck auf das Paar wird nach einer hawkish ausfallenden Haltung der Fed zurückkehren. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu verkaufen, falls der Kurs das Niveau von 1,1404 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer marktweiten Abwärtsumkehr. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1388 und 1,1329 ist zu erwarten.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Einstieg in den Handel mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um keine starken Wechselkursausschläge zu riskieren. Wenn Sie sich entscheiden, während der Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Konto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen auf Basis der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für einen Intraday-Trader eine grundsätzlich verlustreiche Strategie.