Worauf sollten Sie am 30. Juli achten? Analyse der fundamentalen Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Donnerstag ist eine beträchtliche Anzahl makroökonomischer Veröffentlichungen angesetzt. In Deutschland werden Berichte zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal sowie zur Inflation veröffentlicht. In der Eurozone werden BIP- und Arbeitslosenzahlen erwartet. In den USA werden der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE) sowie die BIP-Daten für das zweite Quartal zusammen mit Angaben zu Konsumausgaben und Einkommen der privaten Haushalte veröffentlicht. Natürlich liegt ein Schwerpunkt der Aufmerksamkeit auf den BIP-Berichten; wir möchten den Fokus der Trader jedoch insbesondere auf den Inflationsbericht in Deutschland lenken. Es wird erwartet, dass die Inflation im Juli von 2,3 % auf 2,7 % ansteigt. Damit kann angenommen werden, dass die Inflation im gleichen Zeitraum auch in der Eurozone und in anderen Ländern weltweit zunimmt, da die Ölpreise wieder gestiegen sind. Dies bringt die Zentralbanken einer Straffung der Geldpolitik im September näher, insbesondere die Europäische Zentralbank.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Donnerstag sticht vor allem die Sitzung der Bank of England hervor. Die Inflation in Großbritannien geht weiter zurück, sodass es keine Chance gibt, dass die britische Zentralbank einen hawkishen Kurs einschlägt. Es ist sogar möglich, dass sie eine dovishe Haltung einnimmt, was zu einer Schwächung der britischen Währung führen könnte. Im Grunde wird alles von den Aussagen Andrew Baileys und den Abstimmungsergebnissen des geldpolitischen Ausschusses zur Zinshöhe abhängen. Gestern fiel der Dollar aufgrund des nicht ausreichend hawkishen Tons der Fed, und heute könnte das britische Pfund aus demselben Grund unter Druck geraten.

Der geopolitische Hintergrund bleibt weiterhin alles andere als zufriedenstellend. Ein weiterer Waffenstillstand wurde gebrochen, der Konflikt ist wieder aufgeflammt, und die USA und der Iran haben zwei Wochen lang schwere Bombardements durchgeführt, während derzeit keine Verhandlungen stattfinden. Die Straße von Hormus bleibt geschlossen, die jemenitischen Huthi haben eine Blockade Saudi-Arabiens verkündet, und Teheran droht, die Straße von Bab al-Mandab vollständig zu sperren. Die Lage spitzt sich mit der Zeit immer weiter zu und treibt die Ölpreise in die Höhe.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am vorletzten Handelstag der Woche könnte sich die europäische Währung weiterhin innerhalb der Seitwärtsbewegung von 1,1366–1,1474 bewegen, jedoch mit einer Tendenz zur unteren Begrenzung. Das britische Pfund wird versuchen, den sich abzeichnenden Aufwärtstrend zu verteidigen. Der Euro kann heute aus dem Bereich von 1,1461–1,1474 gehandelt werden, während das britische Pfund aus dem Bereich von 1,3319–1,3331 gehandelt werden kann. Die Volatilität beider Währungspaare könnte den ganzen Tag über hoch bleiben.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die für seine Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Positionen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. Technische Levels können dabei außer Acht gelassen werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur dann umgesetzt werden, wenn die Volatilität gut ist und eine Trendlinie oder ein Kanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand sind Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen beziehungsweise Quellen für Handelssignale.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.