Der Preistest bei 1,1487 fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, als der MACD-Indikator gerade begann, sich aus dem Nullbereich nach oben zu bewegen, was diesen Punkt als gültiges Einstiegssignal für Käufe im Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar bis zum Zielniveau von 1,1529.
Die Abschwächung der US-Wirtschaft gab gestern den Ton an und verlängerte die Schwächephase des Dollars. Das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal im Jahresvergleich nur um 1,5 % nach einer vorläufigen Schätzung von 2,1 %, und der Kernindex der privaten Konsumausgaben legte im Juni lediglich um 0,1 % gegenüber 0,3 % im Mai zu. Beide Indikatoren sind von großer Bedeutung, da sie zusammen ein Bild einer sich abkühlenden Wirtschaft und nachlassenden Inflation zeichnen. Das veranlasste die Federal Reserve zu einer vorsichtigeren Haltung und entzog dem Dollar damit Unterstützung. Der Euro konnte von dieser Schwäche profitieren. Das nachlassende Wachstum und die sinkende Inflation in den USA schürten Erwartungen an eine weichere Geldpolitik, drückten die Renditen von US-Anleihen und machten den Euro attraktiver, wodurch das Währungspaar EUR/USD weiter zulegen konnte.
Heute werden am Vormittag die Arbeitsmarktdaten für Deutschland sowie der Verbraucherpreisindex für die Eurozone erwartet. Die Arbeitslosenquote in Deutschland steht traditionell stark im Fokus. Es wird davon ausgegangen, dass der Wert stabil bleibt oder sogar einen leichten Rückgang zeigt. Fällt die Veröffentlichung besser aus als erwartet, wäre dies ein starkes Signal für den Markt und würde die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bestätigen.
Die Inflation in der Eurozone bleibt ebenfalls einer der wichtigsten Treiber der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Positive Daten zum Verbraucherpreisindex, die auf ein moderates Wachstum der Inflation hindeuten, könnten die Position des Euro stärken und auf eine künftig straffere Ausrichtung der EZB-Geldpolitik schließen lassen. Die Kombination dieser Faktoren würde ein günstiges Umfeld für eine Aufwertung des Euro schaffen. Positive Konjunktursignale könnten nicht nur die derzeitige Korrektur im asiatischen Handel stoppen, sondern auch als Katalysator für einen neuen Aufwärtstrend dienen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich heute stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Wichtig: Neue Trader am Forex-Markt sollten Entscheidungen über den Markteintritt mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist es entscheidend, einen klaren Trading-Plan zu haben, wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die lediglich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Trader von Natur aus eine verlustreiche Strategie.