Für Montag sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen angesetzt. Die einzige nennenswerte Veröffentlichung ist der ISM Manufacturing Index für die USA im Juli. Andere Berichte dürften für den Markt nur eine geringe Bedeutung haben. Erwähnenswert ist zudem, dass in dieser Woche in den USA eine Vielzahl wichtiger Daten veröffentlicht wird. So könnte etwa der NonFarm Payrolls Report die Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Straffungen durch die Federal Reserve zusätzlich verringern. Sollte sich der US-Arbeitsmarkt weiter abkühlen, wird die Fed gezwungen sein, nicht nur der hohen Inflation, sondern auch der geringen Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze Beachtung zu schenken.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Am Montag sind keine bedeutenden fundamentalen Ereignisse zu verzeichnen. Für heute sind weder wichtige Reden noch relevante Termine angesetzt. Stoff zum Nachdenken gibt es für Trader dennoch genug. In der vergangenen Woche wurden im Euroraum Inflationsdaten veröffentlicht, die die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Anhebung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank weiterhin relativ hoch halten. Gleichzeitig hat sich die US-Wirtschaft im zweiten Quartal abgeschwächt, und die Fed hat keinen starken Willen erkennen lassen, den Leitzins in absehbarer Zeit anzuheben. Damit verliert der US‑Dollar, den der Markt in den vergangenen Monaten aus verschiedenen Gründen verstärkt gekauft hat, erneut an Unterstützung.
Das geopolitische Umfeld bleibt weiterhin angespannt. Ein weiterer Waffenstillstand wurde gebrochen, der Konflikt ist erneut aufgeflammt, und die USA und Iran führen seit zwei Wochen massive Angriffe durch, ohne dass derzeit Verhandlungen stattfinden. Die Straße von Hormus ist weiterhin gesperrt, die jemenitischen Huthi haben eine Blockade gegen Saudi-Arabien ausgerufen, und Teheran droht, die Straße von Bab al-Mandab vollständig zu schließen, falls Washington den Druck aufrechterhält. Die Lage spitzt sich weiter zu, was die Ölpreise nach oben treibt und damit die Inflation zusätzlich anheizt.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am ersten Handelstag der Woche können beide Währungspaare eine Korrektur einleiten, und die Volatilität dürfte heute nicht allzu hoch ausfallen. Der Euro kann aus dem Bereich von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, das britische Pfund aus dem Bereich von 1,3456–1,3476. Am Montag können sich unerfahrene Trader auf technische Faktoren konzentrieren und dem US‑ISM‑Index besondere Beachtung schenken.
Wichtige Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit bewertet, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch eines Levels) benötigt wurde. Je weniger Zeit hierfür erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines bestimmten Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen oder gar keine Signale ausbilden. Technische Levels können dabei an Aussagekraft verlieren.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität herrscht und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels sehr nahe beieinander liegen (im Bereich von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:Unterstützungs- und Widerstandslevels (bzw. -zonen) dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Quellen für Handelssignale. Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird. Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (gemäß Wirtschaftskalender) können die Kursbewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung sollte der Handel daher mit größter Vorsicht erfolgen, oder man verlässt den Markt, um plötzliche, scharfe Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Für langfristigen Erfolg im Handel sind eine klare Strategie und ein konsequentes Money-Management unerlässlich.