Der Test der Marke von 1,1485 erfolgte, als der MACD-Indikator begann, sich aus dem Bereich um die Nulllinie nach unten zu bewegen und damit den richtigen Einstiegspunkt für Verkäufe im Euro bestätigte. Infolgedessen fiel das Währungspaar in Richtung des Zielbereichs bei 1,1463. Das Wachstum des Dollars war jedoch nur von kurzer Dauer, und bis zum Ende der Sitzung gab die US‑Währung ihre Gewinne gegenüber dem Euro wieder ab. In der ersten Tageshälfte wurde der Rückgang des Paares durch schwache Arbeitsmarktdaten aus Deutschland und Inflationsdaten aus der Eurozone ausgelöst. Dennoch gelang es dem Euro, sich zu erholen. Sobald die Auswirkungen der europäischen Daten nachließen, kehrte die Risikobereitschaft zurück und das Währungspaar EUR/USD machte einen Großteil seiner Verluste wieder wett.
Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit einem Fokus auf die Juli-Daten für den Industriesektor in Deutschland und der Eurozone. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe gilt als führender Indikator, da er zu den ersten gehört, die Veränderungen im Geschäftsklima erfassen, und seine Entwicklung wirkt sich direkt auf die Erwartungen hinsichtlich des Leitzinses der Europäischen Zentralbank und damit auf den Wechselkurs des Euro aus. Da es sich um revidierte Daten handelt, wird die Richtung der Revision im Vergleich zu den Erstveröffentlichungen ausschlaggebend sein. Eine Aufwärtsrevision könnte den Euro weiter gegenüber dem Dollar stützen. Bis zur Veröffentlichung der Daten dürfte sich der Euro eher verhalten entwickeln, und die Richtung des Währungspaares wird davon abhängen, wie stark die revidierten Zahlen mit den Markterwartungen übereinstimmen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.
Szenario Nr. 1: Heute kann ein Euro-Kauf in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs etwa 1,1540 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit einem Zielanstieg in Richtung 1,1574. Bei 1,1574 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro zurückzuverkaufen, wobei ich mit einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Ein nachhaltiger Anstieg des Euro ist nur nach guten Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig! Vor einem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests der Marke von 1,1523 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtsumkehr am Markt. Ein Anstieg kann dann in Richtung der Widerstandsniveaus 1,1540 und 1,1574 erwartet werden.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1523 (rote Linie im Chart) erreicht. Das Kursziel liegt bei 1,1500, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zurückzukaufen (mit der Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung vom Niveau aus). Der Verkaufsdruck auf das Paar wird heute bei schwachen Konjunkturdaten zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests von 1,1540 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtsumkehr am Markt. Ein Rückgang kann dann in Richtung der Unterstützungsniveaus 1,1523 und 1,1500 erwartet werden.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management betreiben und mit hohen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von vornherein eine verlustreiche Strategie.