Am Montag hat das Währungspaar EUR/USD leicht korrigiert, doch der Aufwärtstrend bleibt intakt. Im Stundenchart ist klar zu erkennen, wie viel Zeit der Kurs innerhalb des Seitwärtskanals verbracht hat, der von zwei Kursbereichen begrenzt wird: 1,1366–1,1377 und 1,1461–1,1474. Derzeit hat das Paar diese Spanne nicht nur nach oben verlassen, sondern sie auch von oben getestet und ist von ihr abgeprallt. In den Tages- und Wochencharts ist deutlich zu sehen, dass die europäische Währung von der unteren Begrenzung des Seitwärtskanals abgeprallt ist, in dem sie sich seit einem Jahr befindet. Daher sprechen alle technischen Faktoren für den Euro.
Zur Erinnerung für Anfänger im Trading: Wäre da nicht der geopolitische Konflikt im Nahen Osten, der die Nachfrage nach dem „sicheren Dollar“ stark erhöht hat, hätte die US‑Währung im Jahr 2026 kein so deutliches Wachstum gezeigt. Zu Beginn des Jahres bereitete sich die Federal Reserve darauf vor, ihren Zyklus der geldpolitischen Lockerung wieder aufzunehmen, was eindeutig nicht für eine Stärkung der amerikanischen Währung spricht. Außerdem zielt die Politik von Donald Trump in der einen oder anderen Form auf eine Schwächung des Dollars ab. Daher rechnen wir mittelfristig nur mit einem Anstieg des Euro, und in dieser Woche könnten lediglich die Daten vom US‑Arbeitsmarkt dieser Entwicklung im Weg stehen.
5M-Chart des EUR/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart hat sich am Montag ein Handelssignal gebildet, das Einsteiger leicht nutzen konnten. Während der US-Handelssession entfernte sich der Kurs vom Bereich 1,1527–1,1531, wodurch Short-Positionen eröffnet werden konnten. Am Abend ließ sich der Trade mit einem Gewinn von etwa 20 Pips schließen oder bis Dienstag offenhalten.
Wie man am Dienstag handelt:Im Stunden-Chart hat der Kurs die seit einem Monat bestehende Seitwärtsrange verlassen. Angesichts der jüngsten globalen Ereignisse gehen wir davon aus, dass die europäische Währung ihren stetigen Aufwärtstrend fortsetzen sollte. In letzter Zeit hat der Markt nahezu alle Faktoren zugunsten des Euro beharrlich ignoriert, sodass nun eine Art „gegenseitige Verrechnung“ einsetzen könnte, die den Wechselkurs näher an einen fairen Wert heranführt.
Am Dienstag können Einsteiger in Short-Positionen mit einem Ziel bei 1,1461–1,1474 bleiben, da sich der Kurs am Montag unterhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 etabliert hat. Neue Long-Positionen können eröffnet werden, falls es zu einer Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,1527–1,1531 kommt, mit Zielen bei 1,1584–1,1594.
Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken beachtet werden: 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754. Am Dienstag sind in der Eurozone keine wichtigen Veröffentlichungen geplant, während in den USA einer der weniger bedeutenden JOLTS-Berichte zu offenen Stellen im Juni erscheint. Diese Daten sind bereits recht veraltet, daher rechnen wir nicht mit einer starken Marktreaktion.
Die wichtigsten Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals bemisst sich nach der Zeit, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch eines Levels) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker das Signal.Werden rund um ein Level zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase (Flat) kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen generieren – oder auch gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Beim Handel nach MACD-Signalen im Stunden-Chart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und wenn der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird, zu tun.Liegen zwei Levels zu dicht beieinander (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:Unterstützungs- und Widerstandslevels (Bereiche) dienen als Ziele beim Öffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder als Quellen für Handelssignale. Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung das Trading derzeit bevorzugt wird. Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Wirtschaftsberichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares stark beeinflussen. Daher sollte man während ihrer Veröffentlichung mit größter Vorsicht handeln oder den Markt vorübergehend verlassen, um scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein wird. Eine klare, durchdachte Strategie und ein konsequentes Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.