Für Donnerstag sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant, und keine davon ist von Bedeutung. In der Europäischen Union werden heute die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, und in den USA die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Beide Berichte sind zweitrangig und können bestenfalls eine schwache Marktreaktion hervorrufen – schlimmstenfalls gar keine. Daher könnte die Volatilität den ganzen Tag über niedrig bleiben. Und morgen ist bereits Freitag ...
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Unter den fundamentalen Ereignissen am Donnerstag lässt sich eine Rede des Fed-Vertreters Alberto Musalem hervorheben, doch genießt sie derzeit praktisch kein Interesse. In den vergangenen Wochen hat die Fed lediglich ihre mangelnde Bereitschaft gezeigt, die Geldpolitik weiter zu straffen. Wir haben bereits von mehreren FOMC-Mitgliedern gehört, dass sich die Inflation im Zeitverlauf weiter abschwächen dürfte – ein verklausulierter Hinweis darauf, dass man auf weitere Leitzinserhöhungen verzichten wird. Zudem schwächt sich die US-Wirtschaft ab, der Arbeitsmarkt kühlt sich ab, und eine Anhebung des Leitzinses würde die Konjunktur zusätzlich bremsen.
Der geopolitische Hintergrund bleibt weiterhin alles andere als erfreulich. Ein weiterer Waffenstillstand wurde gebrochen; der Konflikt ist wieder aufgeflammt und dauert an, die USA und Iran setzen ihren regelmäßigen Schlagabtausch fort, und Verhandlungen finden nicht statt. Die Straße von Hormus bleibt ganz oder teilweise blockiert, die jemenitischen Huthi halten die Blockade gegen Saudi-Arabien aufrecht, und Teheran droht damit, die Straße von Bab al-Mandab zu schließen, sollte Washington den Druck erneut vollständig erhöhen. Der einzige Hoffnungsschimmer sind Donald Trumps wiederholte Versprechen, Hormus rasch wieder zu öffnen und ein neues Nuklearabkommen mit Iran zu schließen. Merkwürdigerweise reichen diese Ankündigungen aus, um die Ölpreise zu drücken. Der Devisenmarkt reagiert darauf jedoch kaum.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am vorletzten Handelstag der Woche könnte der Markt sehr träge und ohne klare Richtung verlaufen. Die Volatilität dürfte erneut gering sein. Der Euro kann heute aus dem Bereich 1,1527–1,1531 heraus gehandelt werden, das Pfund Sterling aus dem Bereich 1,3456–1,3476. Die wichtigsten Ereignisse dieser Woche stehen am Freitag an.
Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird nach der Zeit beurteilt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Levels) benötigt wird. Je weniger Zeit erforderlich ist, desto stärker ist das Signal.Wenn um ein bestimmtes Level herum zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen oder gar keine Signale generieren. Technische Levels können in diesem Fall an Aussagekraft verlieren.Beim Handel nach MACD-Signalen im Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität zu tun und wenn eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (etwa 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:Unterstützungs- und Widerstands-Preislevels (bzw. -zonen) sind die Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufsorders oder dienen als Quelle für Handelssignale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, welche den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Eine klar definierte Handelsstrategie und ein solides Money-Management sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.