EUR/USD: Trading-Tipps für Anfänger – 6. August (US-Session)

Handelsrückblick und Tipps für den Handel mit dem Euro

Der Test der Marke von 1,1545 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich unter die Nulllinie gefallen war, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Ein zweiter Test von 1,1545 aktivierte Kaufszenario Nr. 2, doch der Euro konnte daraus keinen nachhaltigen Aufwärtsimpuls entwickeln.

Gemischte Konjunkturdaten aus der Eurozone lasteten auf dem Euro und lösten trotz des scheinbar starken deutschen Berichts eine Korrektur aus. Die deutschen Industrieaufträge stiegen im Juni gegenüber dem Vormonat um 3,1 %, doch dieser Anstieg war ausschließlich auf große Einzelaufträge zurückzuführen. Ausschlaggebend für den Euro war jedoch der Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen in der Eurozone, der die Abwärtsbewegung der Gemeinschaftswährung bestimmte. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Juni um 0,3 % zurück, nachdem sie im Mai noch um 0,4 % gestiegen waren; der Rückgang war in einer Vielzahl von Mitgliedstaaten zu beobachten. Da die Einzelhandelsumsätze ein zentraler Indikator für die Konsumnachfrage sind, verstärkte der schwache Bericht die Sorgen um die Widerstandsfähigkeit der Eurozonen-Wirtschaft und setzte EUR/USD zusätzlich unter Druck.

Für die zweite Tageshälfte wird beim Euro mit einem vergleichsweise ruhigen Handel gerechnet, da mit den wöchentlichen Initial Jobless Claims aus den USA nur eine einzige Veröffentlichung auf dem Kalender steht. Dieser Indikator gilt als wichtiger vorlaufender Maßstab für die Lage am Arbeitsmarkt, da er Veränderungen bei Entlassungen sehr schnell widerspiegelt. In Abwesenheit weiterer bedeutender Konjunkturdaten führt er allerdings nur selten zu starken Marktreaktionen. Die Märkte erwarten Werte in etwa im Rahmen der Prognosen, sodass größere Überraschungen eher unwahrscheinlich sind. Der US-Dollar dürfte daher seinen Aufwärtstrend beibehalten, was den Druck auf EUR/USD erneut verstärken könnte.

Für meine Intraday-Handelsstrategie werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.

Kaufsignal

Szenario Nr. 1: Erwägen Sie, den Euro zu kaufen, wenn der Kurs 1,1536 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1552. Ich plane, Long-Positionen bei 1,1552 zu schließen und gleichzeitig zu prüfen, ob sich Short-Positionen eröffnen lassen, da ich von einer Korrektur um 30–35 Punkte vom Einstiegspunkt ausgehe. Mit einem stärkeren Euro ist heute zu rechnen, falls die US-Konjunkturdaten schwächer als erwartet ausfallen.

Wichtig: Bevor Sie eine Long-Position eröffnen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach oben zu drehen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1536 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaars begrenzen und auf eine bullische Trendumkehr hindeuten. In diesem Fall ist mit einer Bewegung in Richtung 1,1552 und 1,1581 zu rechnen.

Verkaufssignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1536 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Abwärtsziel liegt bei 1,1513, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar anschließend Long-Positionen in Betracht ziehen möchte, da ich mit einer Erholung um 20–25 Punkte rechne. Der Druck auf das Währungspaar dürfte zurückkehren, falls die US-Daten stärker als erwartet ausfallen.

Wichtig: Bevor Sie eine Short-Position eröffnen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade begonnen hat, nach unten zu drehen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1552 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaars begrenzen und auf eine bärische Trendumkehr hindeuten. Anschließend ist ein Rückgang in Richtung 1,1536 und 1,1513 zu erwarten.

Chart GuideDünne grüne Linie – Einstiegskurs für Long-Positionen.Breite grüne Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kursanstiege über dieses Niveau hinaus als eher unwahrscheinlich gelten.Dünne rote Linie – Einstiegskurs für Short-Positionen.Breite rote Linie – empfohlene Take-Profit-Marke bzw. Zone, in der Gewinne manuell gesichert werden können, da weitere Kursrückgänge unter dieses Niveau hinaus als eher unwahrscheinlich gelten.MACD-Indikator – beim Markteintritt ist besonders auf überkaufte und überverkaufte Marktsituationen zu achten.Wichtig

Unerfahrene Forex-Trader sollten bei Handelsentscheidungen äußerst vorsichtig sein. Es ist im Allgemeinen ratsam, sich vor wichtigen Wirtschaftsveröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenereignissen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Das Trading ohne Stop-Loss-Orders kann sehr schnell zu erheblichen Verlusten führen, insbesondere wenn mit großen Positionsgrößen ohne angemessenes Risikomanagement gehandelt wird.

Denken Sie abschließend daran, dass erfolgreiches Trading einen klar definierten Handelsplan erfordert, wie den oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktlage beruhen, sind für Intraday-Trader in der Regel eine verlustreiche Strategie.