Das Währungspaar EUR/USD startet verhalten in die neue Handelswoche, notiert knapp über 1,1550 und nähert sich einem neuen Hoch seit dem 17. Juni, das nach den enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag erreicht wurde.
Die US-Daten zu den Nonfarm Payrolls (NFP) für Juli zeigten einen Rückgang um 23.000 Stellen und lagen damit deutlich unter der erwarteten Zunahme von 80.000. Zudem wurde der Wert des Vormonats nach unten revidiert: Statt eines zunächst gemeldeten Zuwachses von 57.000 Stellen wurde nur noch ein Plus von 20.000 ausgewiesen. Ergänzende Daten zeigten, dass die jährliche Lohninflation, gemessen an der Veränderung der durchschnittlichen Stundenlöhne, von 3,4 % auf 3,2 % zurückging. Dies kompensiert den Rückgang der Arbeitslosenquote von 4,2 % im Juni auf 4,1 % und schwächt die Argumente für weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank.
Die Marktreaktion erwies sich jedoch als nur von kurzer Dauer, da die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit den Bemühungen um die Wiederaufnahme der Aktivitäten in der strategisch wichtigen Straße von Hormus den US‑Dollar stützt, der als sicherer Hafen gilt. Der U.S. Dollar Index (DXY), der die Entwicklung des Dollars gegenüber einem Währungskorb misst, zeigt keinerlei Schwäche, was das Währungspaar EUR/USD zusätzlich ausbremst. Dennoch agieren Händler zurückhaltend und vermeiden voreilige Positionsentscheidungen, solange sie auf weitere Entwicklungen in der Lage im Nahen Osten warten.
Aus technischer Sicht sind die Bullen am 100‑Tage‑SMA auf Widerstand gestoßen. Gelingt der Ausbruch über dieses Niveau, könnten sie die psychologisch wichtige Marke von 1,1600 sowie den 200‑Tage‑SMA ins Visier nehmen. Die Oszillatoren senden positive Signale und deuten darauf hin, dass die Bullen derzeit die Oberhand haben. Damit zeigt der Weg des geringsten Widerstands nach oben.