Der Test von 1,1560 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie gestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.
Die Gemeinschaftswährung erhielt etwas Unterstützung, nachdem der Sentix-Investorenvertrauensindikator die Erwartungen übertroffen und um 0,9 Punkte zugelegt hatte. Dennoch handelte es sich um eine Zweitveröffentlichung, sodass ihr Einfluss auf den Markt begrenzt blieb. Infolgedessen fiel die Erholung des Euro moderat aus und entwickelte sich nicht zu einer Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. Das positive Signal von Sentix reichte nur für eine kurzfristige Erholung, doch ohne Unterstützung durch deutlich bedeutendere Konjunkturdaten konnte EUR/USD seinen Anstieg nicht weiter ausbauen.
Der Euro startet in die zweite Tageshälfte in einem günstigen Umfeld, da keine US-Konjunkturdaten erwartet werden. In Abwesenheit neuer Daten fehlt dem Dollar eine zusätzliche Stütze, und Risikoanlagen haben die Chance, ihren Anstieg innerhalb des jüngst etablierten Bullenmarktes fortzusetzen. Diese Stimmung kam nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht auf, der die Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve dämpfte und der US‑Währung ihre Unterstützung entzog, wodurch sich das Kräfteverhältnis zugunsten höher rentierender Anlagen verschob. Für die Gemeinschaftswährung entsteht dadurch Spielraum für eine weitere Erholung.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario #1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Kurs etwa 1,1563 (die grüne Linie im Chart) erreicht, mit einem Kursziel bei 1,1579. Bei 1,1579 plane ich, die Position zu schließen und den Euro gleichzeitig in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Für heute ist mit einem weiteren Anstieg des Euro im Einklang mit dem bestehenden Trend zu rechnen. Wichtig: Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und erst beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1551 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtskorrektur auslösen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1563 und 1,1579 ist dann zu erwarten.
VerkaufssignalSzenario #1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1551 (die rote Linie im Chart) erreicht hat. Das Kursziel liegt bei 1,1530, wo ich plane, die Position zu schließen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen, mit einem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau. Der Abwärtsdruck auf das Paar wird zurückkehren, falls die Wirtschaftsdaten stark ausfallen. Wichtig: Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und erst beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario #2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu verkaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1563 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Abwärtskorrektur auslösen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1551 und 1,1530 ist dann zu erwarten.
Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es in der Regel am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während einer Nachrichtenveröffentlichung zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Handelskonto sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler von Natur aus eine verlustreiche Strategie.