Heute, am Dienstag, handelt das Währungspaar EUR/USD in der Nähe der Widerstandsbereiche der 200‑Tage‑EMA und 100‑Tage‑SMA. Es scheint, dass die Marktteilnehmer noch nicht bereit sind, aggressive Positionen einzugehen und es vorziehen, auf neue Informationen zur Lage im Nahen Osten sowie auf die Veröffentlichung der aktuellen US‑Inflationsdaten in dieser Woche zu warten.
Enttäuschende Daten aus dem US Nonfarm Payrolls (NFP)‑Bericht haben die Erwartungen der Anleger an eine sofortige Zinserhöhung durch die US‑Notenbank gedämpft. Dies verhindert, dass der US‑Dollar von seinen moderaten Gewinnen vom Vortag stärker profitiert, und schafft zugleich ein günstiges Umfeld für das Paar EUR/USD. Dennoch preisen Marktteilnehmer weiterhin die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die US‑Notenbank bis zum Jahresende ein, vor dem Hintergrund von Inflationsrisiken, die durch höhere Ölpreise infolge der Konflikte mit dem Iran ausgelöst werden.
Daher sollten sich Händler in erster Linie auf die Daten zum US Consumer Price Index und Producer Price Index konzentrieren, die am Mittwoch beziehungsweise Donnerstag veröffentlicht werden. Diese Zahlen könnten Hinweise auf den weiteren Kurs der Fed liefern und damit den US‑Dollar sowie das Währungspaar EUR/USD beeinflussen.
Analysten von TD Securities gehen davon aus, dass die jüngste Inflationsentwicklung die Fed wahrscheinlich dazu veranlassen wird, die August‑Daten vor ihrer Sitzung im September besonders genau zu beobachten, was den datenabhängigen Ansatz der Notenbank bestätigt. Das Institut hob zudem die Bedeutung der anstehenden Produzentenpreisdaten hervor und betonte, dass diese ein Schlüsselfaktor für die Einschätzung der Verbraucherpreise sein werden – ein wichtiger Baustein für das umfassendere Inflationsbild, das von der Fed analysiert wird.
Aus technischer Sicht ist es dem Paar nicht gelungen, seine Widerstandsbereiche zu durchbrechen; es ist in Richtung der Unterstützung an der 9‑Tage‑EMA zurückgefallen. Sollte diese Marke nicht halten, könnten die Kurse in Richtung der runden Marke von 1,1500 nachgeben, die in der Nähe der 14‑Tage‑ und 50‑Tage‑EMA verläuft. Solange die Oszillatoren jedoch positiv bleiben, liegen die Vorteile weiterhin auf Seiten der Bullen. Die 200‑Tage‑EMA und die 100‑Tage‑SMA bleiben die maßgeblichen Widerstandszonen.