GBP/USD – Kursanalyse und Prognose: Geopolitische Risiken begrenzen weitere Gewinne

Das Währungspaar GBP/USD konsolidiert weiter um die wichtige psychologische Marke von 1,3500. Händler ziehen es vor, vor der Veröffentlichung bedeutender makroökonomischer Daten aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich an der Seitenlinie zu bleiben.

Wichtige US-Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) werden heute veröffentlicht, gefolgt von den vorläufigen britischen BIP-Daten für das zweite Quartal sowie dem Erzeugerpreisindex (PPI) am Donnerstag. Unterdessen dürften die hawkischen Erwartungen an die Federal Reserve den US‑Dollar weiter stützen und die Aufwärtsbewegung von GBP/USD begrenzen.

Analysten der Deutsche Bank heben hervor, wie volatil die Erwartungen an die Fed vor der Veröffentlichung der neuesten US‑Inflationsdaten bleiben. Sie stellen fest, dass „die Futures heute Morgen eine Wahrscheinlichkeit von 51 % für eine Zinserhöhung im September anzeigen“. Sie fügten hinzu, dass sich das derzeitige Risikogleichgewicht in Abhängigkeit von den Daten schnell verändern könne.

Erwartungen auf Basis des FedWatch Tool der CME Group zeigen, dass Händler mit einer Wahrscheinlichkeit von über 75 % rechnen, dass die Federal Reserve die Zinsen bis zum Jahresende anhebt, vor dem Hintergrund von Inflationsrisiken, die mit der Volatilität der Ölpreise zusammenhängen. Zudem stützen die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in der Straße von Hormus den Dollar zusätzlich als sicheren Hafen.

Mojtaba Khamenei, ein Berater des Obersten Führers des Iran, erklärte am Dienstag, dass die Straße von Hormus so lange geschlossen bleibe, bis die Vereinigten Staaten auf die Forderungen Teherans eingingen. Darüber hinaus verstärken die von Iran unterstützten Huthi-Kräfte im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab, wobei sie saudische Schiffe ins Visier nehmen, was die Kriegsrisikoprämien in die Höhe treibt.

Diese fundamentalen Faktoren stärken die Position der Dollar-Bullen und mahnen zur Vorsicht beim Eingehen neuer Positionen in Richtung der jüngsten Aufwärtsbewegung des Paares, die in den vergangenen zwei Wochen zu beobachten war. Nichtsdestotrotz deutet der jüngste Ausbruch über 1,3500 darauf hin, dass der Pfad des geringsten Widerstands für die Spotpreise weiterhin nach oben weist. Gleichzeitig zeigen die Oszillatoren ein positives Bild und bestätigen den Vorteil der Bullen am Markt. Der Widerstand liegt weiterhin im Bereich von 1,3530–1,3544. Die nächste Unterstützung stellt die runde Marke von 1,3500 dar.