EUR/USD: Trading-Tipps für Anfänger – 12. August (US-Session)

Trade-Review und Handelstipps für den Euro

Der Test des Niveaus von 1,1544 erfolgte, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie angestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich den Euro nicht gekauft.

Die beschleunigte Inflation in Deutschland gab dem Euro einen leichten Aufwärtsimpuls, obwohl die Struktur des Berichts nicht so eindeutig war, wie es zunächst schien. Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Juli um 2,8 % nach 2,3 % im Juni, und der Markt wertete dies zunächst als Argument für eine restriktivere Geldpolitik der EZB, was die Gemeinschaftswährung unterstützte. Haupttreiber waren die Kraftstoffpreise, die um 11 % zulegten, während die Kerninflation lediglich bei 2,4 % lag.

In der zweiten Tageshälfte wird die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten den gesamten Markt in Atem halten, da sie den Ton für den Handel vorgeben könnte. Veröffentlicht werden der Verbraucherpreisindex sowie dessen Kernrate, bei der Nahrungsmittel- und Energiepreise ausgeklammert werden. Beide Kennzahlen sind von entscheidender Bedeutung, da sie den weiteren Zinspfad der Fed beeinflussen. Besonders wichtig ist der Kernindex, da er den zugrunde liegenden Preisdruck widerspiegelt, die volatilen Komponenten ausblendet und daher als verlässlichere Orientierung für die Zentralbank gilt. Für den US-Dollar bleibt dieser Bericht einer der wichtigsten Markttreiber. Ein starker Anstieg der Inflation würde die US-Währung über steigende Erwartungen einer geldpolitischen Straffung stützen, während eine Abschwächung des Preisauftriebs ihre Position schwächen würde.

Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.

Kaufsignal

Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Kurs etwa 1,1549 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1579. Bei 1,1579 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro außerdem in Gegenrichtung zu verkaufen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegskurs. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur zu rechnen, wenn die US-Daten schwach ausfallen. Wichtig: Vor einem Kauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, von dort anzusteigen.

Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1529 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur führen. Ein Anstieg in Richtung der Gegenlevels bei 1,1549 und 1,1579 ist dann zu erwarten.

Verkaufssignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1529 erreicht (die rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1495, wo ich plane, den Markt zu verlassen und unmittelbar in Gegenrichtung zu kaufen, mit einem Ziel von 20–25 Punkten Bewegung in die Gegenrichtung vom Einstiegslevel. Der Abwärtsdruck auf das Währungspaar wird zurückkehren, wenn die Daten stark ausfallen. Wichtig: Vor einem Verkauf unbedingt sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade erst beginnt, von dort abzufallen.

Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu verkaufen, falls der Kurs die Marke von 1,1549 zweimal hintereinander testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur führen. Ein Rückgang in Richtung der Gegenlevels bei 1,1529 und 1,1495 ist dann zu erwarten.

Was im Chart angezeigt wirdDünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;Dicke grüne Linie – das erwartete Kursniveau, auf dem der Take Profit platziert oder der Gewinn manuell mitgenommen werden kann, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;Dicke rote Linie – das erwartete Kursniveau, auf dem der Take Profit platziert oder der Gewinn manuell mitgenommen werden kann, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;MACD-Indikator. Beim Einstieg in den Markt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen.

Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen über den Markteinstieg äußerste Vorsicht walten lassen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie stets Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Kontoguthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.

Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen auf Grundlage der aktuellen Marktsituation zu treffen, ist für einen Intraday-Händler im Grunde eine verlustreiche Strategie.