USD/CAD. Kursanalyse. Prognose. Steigende Ölpreise stützen den kanadischen Dollar und bremsen den Anstieg des Währungspaars

Das Währungspaar USD/CAD hat sich leicht verstärkt, damit eine dreitägige Abwärtsbewegung unterbrochen und sich knapp unterhalb der 100‑Tage‑SMA widerstandsfähig gezeigt. Die Notierungen signalisieren jedoch noch kein Vertrauen in einen nachhaltigen Aufwärtstrend, da der Markt auf die Veröffentlichung der neuesten US‑Inflationsdaten wartet.

Die Veröffentlichung des äußerst wichtigen US‑Verbraucherpreisindex (CPI) sowie des Erzeugerpreisindex (PPI) am Donnerstag könnte neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve liefern. Diese Daten werden die Dollarnachfrage kurzfristig maßgeblich beeinflussen und könnten dem USD/CAD frischen Auftrieb geben. Gleichzeitig hält die Mischung widersprüchlicher Faktoren Händler davon ab, aggressiv auf steigende Kurse zu setzen.

Am Dienstag erreichten die Ölpreise ein Eineinhalb‑Wochen‑Hoch, nachdem Mojtaba Khamenei, ein Berater des obersten iranischen Führers, erklärt hatte, die Straße von Hormus werde nicht geöffnet, bevor die USA die Forderungen Teherans erfüllten.

Außerdem haben die von Iran unterstützten Huthis im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Meerenge von Bab al-Mandab verstärkt und dabei gezielt saudische Schiffe ins Visier genommen. Diese Entwicklungen trieben die Ölpreise nach oben und stärkten damit den rohstoffabhängigen kanadischen Dollar.

Unterdessen sind Anleger weiterhin besorgt, dass hohe Energiepreise erneut Inflationsdruck auslösen und die US-Notenbank zu einer restriktiveren Haltung zwingen könnten. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group räumen Händler derzeit einer Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 75 % ein. Dies stützt zusammen mit der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit den US-Dollar als sicheren Hafen und begrenzt weitere Rückgänge des USD/CAD, was zu Vorsicht auf der Seite der Bären mahnt.

Aus technischer Sicht notiert USD/CAD leicht über dem 100‑Tage‑Simple Moving Average (SMA). Der erste Widerstand bildet sich bei 1,3965 und an der 9‑Tage‑EMA um 1,3980, was als erste Korrekturzone dienen könnte. Ein Rückfall unter den 100‑Tage‑SMA und die runde Marke von 1,3900 könnte USD/CAD für stärkere Verluste anfällig machen. Die Oszillatoren sind negativ und bestätigen den Vorteil der Bären am Markt.