GBP/USD. Preisanalyse. Prognose. Das Währungspaar GBP/USD steigt inmitten einer allgemeinen Schwäche des US-Dollars

Heute, zu Beginn der neuen Woche, zeigt das Währungspaar GBP/USD auf der Korrekturbewegung erneut Käuferinteresse und kehrt zu dem am vergangenen Freitag markierten August-Hoch zurück. Darüber hinaus schafft die derzeit allgemein vorherrschende Stimmung zugunsten von Verkäufen des US‑Dollars günstige Bedingungen für die Bullen und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Paar weiterhin nach oben weist.

In der vergangenen Woche veröffentlichten US‑Inflationsdaten zeigten eine nachlassende Preisdynamik. Zudem wiesen die am Freitag publizierten Zahlen darauf hin, dass die US‑Einzelhandelsumsätze im Juli um 0,6 % zurückgingen – der stärkste monatliche Rückgang seit Mai des Vorjahres und ein Signal für eine Abschwächung der Konsumausgaben. Händler reagierten schnell auf diese Daten und reduzierten ihre Erwartungen an eine unmittelbare Zinserhöhung durch die Federal Reserve. Entsprechend halten diese Erwartungen die Dollar‑Bullen davon ab, aggressiv Long‑Positionen aufzubauen, was dem GBP/USD‑Paar Rückenwind verleiht.

Auf der anderen Seite erhält das britische Pfund Unterstützung durch einen optimistischen britischen BIP‑Bericht, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde und für Juni ein Wirtschaftswachstum von 0,3 % auswies. Damit liegt das Vereinigte Königreich im ersten Halbjahr 2026 an der Spitze des stärksten Wirtschaftswachstums unter den G7‑Staaten. Im zweiten Quartal verlangsamte sich das Wachstumstempo der britischen Wirtschaft jedoch von 0,6 % auf 0,4 %. Nichtsdestotrotz bestätigen die Daten die Notwendigkeit mindestens einer Zinserhöhung durch die Bank of England im Jahr 2026 und schaffen damit kurzfristig einen positiven Ausblick für das GBP/USD‑Paar.

Analysten von MUFG/BTMU stellen fest, dass „das Pfund sich in diesem Jahr weiterhin gut entwickelt“ und weisen darauf hin, dass es sich im August zur erfolgreichsten der wichtigen Währungen entwickelt hat, wobei der GBP/USD‑Kurs erneut die Marke von 1,3500 überschritten hat. Sie fügten hinzu, dass das Pfund durch neue Hinweise gestützt werde, wonach sich die britische Wirtschaft als widerstandsfähiger gegenüber den negativen Auswirkungen gestiegener Energiepreise erwiesen hat, die durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran ausgelöst wurden. Dies untermauert den optimistischen Ausblick für das GBP/USD‑Paar.

Gleichzeitig sorgt die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran weiterhin für geopolitische Spannungen, die zusammen mit Inflationsrisiken in Verbindung mit Ölpreisschwankungen dazu beitragen, weitere Verluste des US‑Dollars zu begrenzen.

Um bessere Handelschancen zu nutzen, können Trader die Veröffentlichung der britischen Arbeitsmarktdaten und der Verbraucherpreisinflation abwarten, die für Dienstag beziehungsweise Mittwoch erwartet werden. Zudem könnten die FOMC‑Sitzungsprotokolle am Mittwoch dem GBP/USD‑Paar neuen Schwung verleihen und die Volatilität in der zweiten Wochenhälfte erhöhen.

Aus technischer Sicht zielt das Paar darauf ab, das August‑Hoch zu überwinden. Das nächste Ziel wäre die runde Marke von 1,3600. Die 9‑Tage‑EMA bietet Unterstützung in der Nähe der runden Marke von 1,3500. Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des Wertes des US‑Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen am heutigen Tag; der Dollar weist dabei die größte Stärke gegenüber dem kanadischen Dollar auf.