Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 18. August? Einfache Tipps und Trade-Analyse für Einsteiger

Analyse des Montagshandels1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD konnte seine Aufwärtsbewegung im Handel am Montag nicht fortsetzen, nachdem am Nachmittag einige wenig erfreuliche geopolitische Nachrichten eingetroffen waren. Derzeit besteht kein Anlass zur Panik, doch Iran hat die USA gewarnt, dass Teheran die Seeblockade der Straße von Hormus mit eigenen Mitteln aufheben werde, falls diese nicht bald beendet werde. Vereinfacht gesagt beabsichtigt Teheran, die Kontrolle über die Straße von Hormus zurückzugewinnen und ist bereit, bei Bedarf neue militärische Schritte zu unternehmen. Unserer Ansicht nach wird ein solches Vorgehen Irans unweigerlich zu einer Eskalation des Konflikts führen, doch Iran bleibt faktisch kein anderer Weg, wenn das Land nicht weitere 5 bis 10 Jahre in einer belagerten Position verharren will. Es ist schwer abzusehen, wohin eine neue Eskalation führen würde, aber klar ist, dass sie nicht zu fallenden Ölpreisen beitragen wird. Je mehr eskalationsbezogene Nachrichten in naher Zukunft auf den Markt kommen, desto geringer sind die Chancen für eine Fortsetzung des Anstiegs von Euro und Pfund. Die Geopolitik wird die Aufwärtsdynamik zumindest ausbremsen.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildeten sich am Montag zwei Handelssignale, von denen keines den Tradern nennenswerte Gewinne einbrachte. Es sei nochmals betont, dass die Volatilität des Währungspaares im Tagesverlauf relativ gering war, sodass keine hohen Profite zu erwarten waren. Beide in der Abbildung markierten Signale hätten von unerfahrenen Tradern genutzt werden können. Der erste Trade wurde mit einem Stop-Loss bei Break-even geschlossen, während die zweite Position möglicherweise noch offen ist.

Handel am Dienstag:

Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort. Unter Berücksichtigung der jüngsten Ereignisse gehen wir davon aus, dass die europäische Währung ihren Anstieg mit einer gewissen Überzeugung fortsetzen sollte. In den vergangenen Monaten hat der Markt viele Faktoren zugunsten des Euro hartnäckig ignoriert, weshalb wir weiterhin einen weiteren Anstieg erwarten, sofern keine geopolitischen Ereignisse dazwischenkommen.

Am Dienstag können Einsteiger im kurzfristigen Handel in Short-Positionen bleiben, mit Kurszielen bei 1,1527–1,1531, da sich der Preis unterhalb der Spanne 1,1584–1,1594 etabliert hat. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn der Bereich 1,1584–1,1594 nach oben durchbrochen wird, mit Zielen bei 1,1655–1,1665.

Im 5-Minuten-Chart sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1267–1,1275, 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754. Am Dienstag veröffentlicht die Eurozone die ZEW-Konjunkturerwartungen, während in den USA sekundäre Berichte aus dem Bausektor erscheinen. Wir gehen davon aus, dass all diese Daten nur eine sehr geringe Marktreaktion auslösen dürften.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abpraller oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.Wenn rund um ein bestimmtes Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle folgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen oder auch gar keine generieren. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Beim Handel nach MACD-Signalen im Stunden-Chart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und dann zu tun, wenn eine Trendlinie oder ein Trendkanal den bestehenden Trend bestätigt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (zwischen 5 und 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:

Unterstützungs- und Widerstandsmarken (Preisniveaus oder -zonen) dienen als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Quellen für Handelssignale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung derzeit bevorzugt gehandelt werden sollte.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Wirtschaftsberichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares maßgeblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt vorübergehend den Markt, um plötzliche Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Handelsstrategie und ein sorgfältiges Risikomanagement sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.