Was gibt es am 19. August zu beachten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Überblick über makroökonomische Berichte:

Für Mittwoch sind nur wenige makroökonomische Veröffentlichungen geplant, und darunter ist lediglich eine von Bedeutung. Das Vereinigte Königreich veröffentlicht heute den Inflationsbericht für Juli, der wie immer nur eine Schätzung umfasst. Es wird erwartet, dass die Kerninflation auf 2,9–3,0 % ansteigt, während die Gesamtinflation auf 2,5 % zurückgehen könnte. Unserer Ansicht nach ist die Kerninflation wichtiger; ihr Anziehen würde daher auf eine höhere Wahrscheinlichkeit hindeuten, dass die Bank of England in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 die Geldpolitik strafft. Dies könnte die britische Währung unterstützen. In der Eurozone wird heute die zweite Schätzung der Juli-Inflation veröffentlicht, die für Trader voraussichtlich wenig interessant sein dürfte. In den USA ist der makroökonomische Kalender leer.

Überblick über die fundamentalen Ereignisse:

Ein zentrales fundamentales Ereignis am Mittwoch ist die Rede von Christine Lagarde. Es ist bemerkenswert, dass die Europäische Zentralbank die einzige G7-Notenbank ist, die angesichts der steigenden Inflation im Umfeld des geopolitischen Konflikts im Nahen Osten und der Energiekrise bereits mit einer Straffung der Geldpolitik begonnen hat. Die EZB plant jedoch nicht, es dabei zu belassen, und ist bereit, ein oder zwei weitere Zinserhöhungen vorzunehmen, falls die Verbraucherpreise weiter steigen. Die Äußerungen der EZB-Präsidentin können den Tradern daher Hinweise darauf geben, ob im September mit einer weiteren Zinserhöhung zu rechnen ist.

Das geopolitische Umfeld bleibt äußerst angespannt. Die USA und Iran führen derzeit keine Verhandlungen, die Straße von Hormus ist weiterhin ganz oder teilweise gesperrt, und die jemenitischen Huthi setzen ihre Blockade Saudi-Arabiens fort. Iran hat Washington eine Liste von Forderungen vorgelegt, die für eine Wiederöffnung der Straße von Hormus erfüllt werden müssten – Forderungen, denen Donald Trump unter keinen Umständen zustimmen wird. Am Montag warnte Iran Washington außerdem, dass es mit einer „Säuberung“ der Meerenge mit eigenen Mitteln beginnen werde, falls die Blockade nicht aufgehoben wird. Die Rhetorik verschärft sich eindeutig, und die Ölpreise steigen erneut.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am dritten Handelstag der Woche könnten die Währungspaare vergleichsweise träge gehandelt werden, da heute nur wenige wichtige Nachrichten auf dem Kalender stehen. Der Euro kann heute aus dem Bereich von 1,1584–1,1594 gehandelt werden, das Pfund Sterling aus den Bereichen 1,3456–1,3476 und 1,3587–1,3598. Insgesamt rechnen wir mit einer weiteren Aufwertung sowohl des Euro als auch des Pfunds gegenüber dem US-Dollar, und nur die wichtigsten Berichte dieser Woche oder geopolitische Entwicklungen könnten dem entgegenstehen.

Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird anhand der Zeit beurteilt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Positionen auf Grundlage von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar zahlreiche Fehlsignale oder gar keine Signale ausbilden. Technische Niveaus können dann an Aussagekraft verlieren.Beim Handel auf Grundlage von MACD-Signalen im Stundenchart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und wenn eine Trendlinie oder ein Trendkanal den Trend bestätigt, zu tun.Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (zwischen 5 und 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf den Einstiegskurs (Break-even) nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Zonen) sind die Kursziele bei der Eröffnung von Kauf- oder Verkaufspositionen oder dienen als Signalquellen.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, welche den aktuellen Trend widerspiegeln und die bevorzugte Handelsrichtung anzeigen.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Kursumkehrungen entgegen der vorangegangenen Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten daran denken, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Für langfristigen Erfolg im Handel sind eine klare Strategie und ein konsequentes Risikomanagement unerlässlich.