EURUSD: Einfache Trading-Tipps für Anfänger am 20. August. Analyse der gestrigen Forex-Trades

Analyse der Trades und Handelstipps für den Euro

Der Test der Unterstützung bei 1,1620 fiel mit dem Moment zusammen, in dem sich der MACD-Indikator gerade von der Nulllinie nach oben zu bewegen begann, was den korrekten Einstiegspunkt für Käufe im Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar bis zum Zielniveau von 1,1638.

Die ausgeprägte Schwäche des Dollars war die größte Überraschung des Tages, zumal das Protokoll der Federal-Reserve-Sitzung im Juli deutlich hawkisher ausfiel als der eigentliche Zinsentscheid. Die Zentralbank beließ den Leitzins bereits zum fünften Mal in Folge bei 3,75 %. Aus der Abstimmung gingen jedoch Differenzen hervor, denn drei Ausschussmitglieder – Hammack, Kashkari und Logan – drängten auf eine Anhebung um 25 Basispunkte. Zudem waren viele Teilnehmer der Ansicht, dass eine weitere Straffung wahrscheinlich nötig sein werde, falls die Inflation nicht nachhaltig zurückzugehen beginnt, und einige Befürworter einer Pause räumten ein, dass ein Zinsschritt jetzt die Notwendigkeit drastischerer Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt verringern würde. Dennoch wurde diese insgesamt hawkishe Botschaft von der Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Anleiherückkäufe auszuweiten, überlagert. Ein solcher Schritt erhöht die Nachfrage nach Schuldverschreibungen und führt dem Markt zusätzliche Liquidität zu, was die Renditen senkt und die Attraktivität des Dollars mindert. In der Folge geriet die US-Währung trotz zunehmender Forderungen innerhalb der Fed nach einer strafferen Geldpolitik stark unter Druck.

Heute startet der Euro in die erste Tageshälfte mit dem Fokus auf die Veröffentlichung des deutschen Erzeugerpreisindex und des Monatsberichts der Bundesbank. Die Erzeugerpreise zeigen, wie stark sich Produkte bereits verteuern, bevor sie in den Handel kommen, und gelten daher als vorlaufender Indikator für die Inflation. Der Bericht der Bundesbank gibt traditionell Aufschluss über die Einschätzung der Zentralbank zur Inflation und zur Lage der Wirtschaft. Beide Ereignisse könnten die Erwartungen an die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank verändern und die Richtung für die Gemeinschaftswährung vorgeben.

Für die Intraday-Strategie werde ich mich heute stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufszenarien

Szenario Nr. 1: Heute können Euro gekauft werden, wenn der Kurs etwa 1,1684 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1714. Bei 1,1714 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Ein Anstieg des Euro ist im Rahmen einer Fortsetzung des Trends zu erwarten. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1671 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtsumkehr am Markt. Ein Anstieg bis zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1684 und 1,1714 ist zu erwarten.

Verkaufsszenarien

Szenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1671 erreicht (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1647, wo ich plane, den Markt zu verlassen und sofort in die Gegenrichtung zu kaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar kehrt heute bei schwachen Daten zurück. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses von 1,1684 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtsumkehr am Markt. Ein Rückgang bis zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1671 und 1,1647 ist zu erwarten.

Was das Chart zeigt:Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des Handelsinstruments;Dicke grüne Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau der Take-Profit gesetzt werden kann bzw. Gewinne realisiert werden können, da ein weiteres Wachstum über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des Handelsinstruments;Dicke rote Linie – geschätzter Kurs, auf dessen Niveau der Take-Profit gesetzt werden kann bzw. Gewinne realisiert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;MACD-Indikator. Beim Markteinstieg ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.

Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Kennzahlen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren – insbesondere, wenn Sie kein Money-Management betreiben und mit großen Volumina handeln.

Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Trading-Plan, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday-Trader von vornherein eine verlustträchtige Strategie.