GBP/USD – Analyse und Prognose: Erwartete Zinserhöhung der Bank of England stützt das Pfund

GBP/USD hat das Ziel bei 1,3660 nahezu erreicht, unterstützt durch fundamentale Faktoren.

Der US-Dollar schwächte sich ab, nachdem die Renditen von US-Staatsanleihen am Vortag stark auf ein Drei-Monats-Tief gefallen waren, was sich positiv auf GBP/USD auswirkte.

Der Rückgang der Renditen ist auf Interventionen des US-Finanzministeriums zurückzuführen, das angekündigt hat, seine Käufe langfristiger Staatsanleihen ab September mindestens zu verdoppeln.

Die restriktive Haltung des FOMC, die den Dollar über die Erwartung höherer Zinsen breiter abstützt, trägt jedoch dazu bei, weitere Dollarverluste inmitten der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit zu begrenzen, die durch die Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran in der Straße von Hormus ausgelöst wird. In seinen jüngsten Äußerungen erklärte der US-Präsident Donald Trump, Washington werde strengere Wirtschaftssanktionen gegen Iran verhängen.

Das britische Pfund erhält dagegen etwas Unterstützung von den am Mittwoch veröffentlichten britischen Verbraucherpreisdaten, die die Erwartungen einer Zinserhöhung der Bank of England um mindestens 25 Basispunkte bis zum Jahresende untermauert haben. Dies sorgt für einen positiven Hintergrund für GBP/USD und sollte im Falle einer möglichen Korrektur die Bären davon abhalten, aggressive Positionen einzugehen.

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich derzeit auf US-Konjunkturdaten, insbesondere auf die Veröffentlichung des Philadelphia Federal Reserve Manufacturing Index und den wöchentlichen Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Darüber hinaus könnten Kommentare wichtiger FOMC-Mitglieder den US-Dollar stützen und die Dynamik von GBP/USD beeinflussen. Zudem könnten anstehende geopolitische Entwicklungen zu einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten beitragen.

Aus technischer Sicht wird GBP/USD derzeit über allen gleitenden Durchschnitten gehandelt, was den Aufwärtstrend unterstützt. Die Oszillatoren sind positiv und bestätigen den Vorteil der Bullen. Es ist jedoch zu beachten, dass der Relative-Stärke-Index sich nahe der überkauften Zone befindet und damit vor einer möglichen Korrektur oder Konsolidierung warnt. Insgesamt bleibt der Pfad des geringsten Widerstands jedoch weiterhin nach oben gerichtet.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen in dieser Woche. Die stärkste Aufwertung des Dollars wurde gegenüber dem australischen Dollar verzeichnet.