Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 27. August? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Trades vom Mittwoch:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Mittwoch im Handel keine nennenswerten Bewegungen. Es gab im Tagesverlauf einen leichten Rückgang, der jedoch lediglich die Entwicklung der letzten Tage widerspiegelte. Die Volatilität bleibt gering, und wichtige makroökonomische Veröffentlichungen in den USA hatten praktisch keinen Einfluss auf die Kursbewegungen des Paares. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Berichte Zahlen lieferten, auf die Trader hätten reagieren können. Die zweite Schätzung des BIP für das zweite Quartal wies mit 1,5 % denselben Wert wie die erste Schätzung aus. Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) ergab mit 0,2 % exakt den prognostizierten Wert. Somit konnten Trader nur auf den Bericht zu den Auftragseingängen für langlebige Güter reagieren, der ein Plus von 1,1 % auswies, während die Prognose bei 0,5 % lag. Genau dieser Bericht führte zu einer leichten Aufwertung des Dollars, doch allen Marktteilnehmern ist bewusst, dass eine Bewegung von 20–30 Pips nicht ins Gewicht fällt. Der Aufwärtstrend bleibt, wie durch die Trendlinie angezeigt, intakt. Auch heute ist mit anhaltend niedriger Volatilität zu rechnen.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurden am Mittwoch zwar formal zwei Handelssignale generiert, doch angesichts der geringen Volatilität ergab es keinen Sinn, auf diese zu reagieren. Zunächst prallte das Paar vom Bereich 1,1655–1,1665 nach unten ab und setzte sich anschließend darunter fest. Formal könnte die Abwärtsbewegung heute weitergehen, aber alle Trader sehen, dass die Marktbewegungen praktisch nicht vorhanden sind.

Wie man am Donnerstag handelt:

Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Aufwärtstrend fort. Angesichts aller Ereignisse der letzten Monate sind wir der Ansicht, dass der Euro weiterhin selbst ohne lokale Unterstützung stabil steigen sollte. Derzeit gibt es keine Wachstumsfaktoren für den US‑Dollar, daher rechnen wir weiterhin mit einer Aufwärtsbewegung.

Am Donnerstag können Anfänger Short-Positionen mit Zielen bei 1,1584–1,1594 in Betracht ziehen, falls der Kurs im Bereich 1,1655–1,1665 nach unten abprallt. Long-Positionen können eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1655–1,1665 etabliert, mit Zielen bei 1,1745–1,1754.

Auf dem 5-Minuten-Zeitrahmen sollten die folgenden Marken berücksichtigt werden: 1,1366–1,1377, 1,1461–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1594, 1,1655–1,1665, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837. Am Donnerstag veröffentlicht Deutschland seinen Verbraucherindex (Verbrauchervertrauen), während in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gemeldet werden. Beide Veröffentlichungen sind nachrangig, daher rechnen wir nicht mit einer nennenswerten Marktreaktion.

Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wird. Je weniger Zeit benötigt wird, desto stärker ist das Signal.Wenn um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen oder auch gar keine Signale generieren. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Bedeutung verlieren.Beim Handel mit MACD-Signalen im Stunden-Chart ist es ratsam, dies nur bei hoher Volatilität und in Gegenwart einer Trendlinie oder eines Kanals, der den Trend stützt, zu tun.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (von 5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was die Charts zeigen:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus (Zonen) sind die Ziele bei der Eröffnung von Kauf- oder Verkaufsorders oder dienen als Quellen für Signale.

Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend widerspiegeln und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt wird.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Wirtschaftsberichte (wie im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte man zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht handeln oder den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und ein solides Money-Management sind entscheidend für langfristigen Handelserfolg.