Der Test des Preises bei 1,1642 fand statt, als sich der MACD-Indikator bereits deutlich unterhalb der Nulllinie befand, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte.
Der Euro startet in die zweite Tageshälfte in Erwartung der Rede des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh in Jackson Hole, die das Schlüsselereignis der Sitzung sein wird. Zudem werden das Verbrauchervertrauensindex der University of Michigan sowie die Inflationserwartungen veröffentlicht. Beide Kennzahlen sind wichtig, da sie die Ausgabebereitschaft der Verbraucher und ihre Erwartungen an das zukünftige Preiswachstum widerspiegeln. Allerdings wird Warshs Rhetorik darüber entscheiden, wohin sich der Dollar bewegt. Der Ausblick für die Gemeinschaftswährung hängt direkt vom Ton seiner Rede ab. Nimmt Warsh eine restriktive (hawkish) Haltung ein und betont die Notwendigkeit, die Zinsen hoch zu halten, um die Inflation zu bekämpfen, wird der Dollar an Stärke gewinnen und EUR/USD unter Druck geraten. Eine gelassenere Botschaft, die darauf hindeutet, dass die Zentralbank einen vorsichtigen Ansatz verfolgt, wird hingegen die US-Währung schwächen und dem Euro Aufwärtspotenzial geben. Angesichts der Bedeutung dieses Ereignisses ist bei der Gemeinschaftswährung mit erhöhter Volatilität zu rechnen, wobei die Richtung vollständig davon abhängen wird, wie restriktiv sich der Fed-Vorsitzende letztlich zeigt.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro gekauft werden, wenn der Preis etwa 1,1654 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel in Richtung 1,1706. Bei 1,1706 plane ich, den Markt zu verlassen und den Euro zudem in die Gegenrichtung zu verkaufen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Entfernung vom Einstiegskurs. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur zu rechnen, falls Warsh eine dovishe Rede hält. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort aus nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu kaufen, falls der Preis zweimal in Folge das Niveau von 1,1639 testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Marktumkehr nach oben führen. Ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1654 und 1,1706 ist dann zu erwarten.
VerkaufssignalSzenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Preis 1,1639 erreicht hat (die rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1593, wo ich plane, den Markt zu verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung zu kaufen, mit einem Ziel von 20–25 Punkten in Gegenrichtung von diesem Niveau. Der Abwärtsdruck auf das Paar wird zurückkehren, falls Warsh hawkishe Aussagen macht. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort aus nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Heute plane ich außerdem, den Euro zu verkaufen, falls der Preis zweimal in Folge das Niveau von 1,1654 testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Marktumkehr nach unten führen. Ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Marken bei 1,1639 und 1,1593 ist dann zu erwarten.
Wichtig. Anfänger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich entscheiden, während einer Nachrichtenveröffentlichung zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Kontoguthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money-Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, wie den oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Händler eine von vornherein verlorene Strategie.